30.03.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

30.3.2004: "Erfolgsabhängige Entlohnung" - Deutsche Telekom AG streicht Aktienoptionsprogramm für Führungskräfte

Die Deutsche Telekom AG hat das Aktienoptionsprogramm für ihre Führungskräfte gestrichen. Das berichtet die Zeitung Financial Times Deutschland (FTD). Statt dessen solle es bei dem Konzern eine erfolgsabhängige Entlohnung geben, so das Blatt. Hintergrund der Maßnahme sei die anhaltende Kritik an den Optionsprogramm seitens der Aktionäre. Auch der Autobauer Volkswagen (VW) hatte vor wenigen Tagen Einschränkungen bei der Entlohnung seiner Manager bekannt gegeben. Aufgrund der schlechte Absatzlage solle der Jahresbonus für die Spitzenangestellten um 30 Prozent gesenkt werden, verkündete VW-Chef Bernd Pischetsrieder gegenüber der "Welt am Sonntag". Weniger verdienen sollen bei VW aber auch die übrigen Mitarbeiter, ihr Jahresbonus wurde um 25 Prozent gekürzt.

Ob die Telekom-Manager am Ende weniger Geld in der Tasche haben als vor der Änderung sei noch nicht klar, berichtet die FTD. Die an den Empfehlungen des deutschen Kodex für Unternehmensführung orientierte erfolgsabhängige Vergütung führe voraussichtlich zu einem Anstieg der Manager-Gehälter um bis zu zwölf Prozent.
In seinem Geschäftsbericht 2003 hat das Unternehmen erstmalig die Bezüge der Spitzenmanager detailliert veröffentlicht. 12,1 Millionen Euro erhielt demnach der komplette Vorstand der Telekom im Jahr 2003 nach 14,7 Millionen im Vorjahr. Zu etwa 50 Prozent habe es sich dabei um variable Zahlungen gehandelt. Das höchste Gehalt verbuchte mit 2,6 Millionen Euro der Vorstandsvorsitzende Ricke.

Die Aktie der Deutschen Telekom AG ist in zahlreichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds enthalten.

Deutsche Telekom AG: ISIN:DE0005557508 / WKN: 555750

{Bildnachweis: Einkommensmillionär Kai-Uwe Ricke, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG / Quelle: Unternehmen
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