30.03.04

30.3.2004: Rat für Nachhaltige Entwicklung soll weiter arbeiten - Schröder verlängert Berufung

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die Berufung des Rates für Nachhaltige Entwicklung für weitere drei Jahre verlängert. Der Rat sieht in dem erneuten Mandat eine Bestätigung seiner Arbeit. "Wir haben in den ersten drei Jahren unserer Arbeit eine aktive Nachhaltigkeitsstrategie vorgeschlagen und mitentwickelt", sagt Volker Hauff, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Nicht alle Forderungen seien von den Bundesministerien umgesetzt worden. "Gerade deshalb sehen wir in der Bedeutung, die der Bundeskanzler unserer Arbeit beimisst, ein wichtiges politisches Signal", so Hauff weiter. Auch wertet er die Berufungsverlängerung als Würdigung des Rates und seiner Expertisen in Sachfragen der Nachhaltigkeit.
Der Rat steht in einem politischen Dialog mit dem vom Chef des Bundeskanzleramtes geleiteten "Green Cabinet". Er hat maßgeblich an der Entstehung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie mitgewirkt. Umfangreiche Empfehlungen zu Weltagrarhandel und Globalisierung, zur Energiepolitik, zum nachhaltigen Konsum und zu Industrieexporten in Länder des Südens sind erarbeitet worden.

Schröder berief unterdessen Marlehn Thieme und Stefan Homburg in das
18-köpfige Gremium. Thieme folgt der Hannoveraner Landesbischöfin Margot Käßmann nach. Die gelernte Juristin ist Direktorin der Deutschen Bank und Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Homburg rückt an die Stelle des Wirtschaftswissenschaftlers Wolfgang Franz. Er ist seit 1997 Professor für öffentliche Finanzen an der Universität Hannover und Mitglied der Kommission zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x