30.05.03

30.5.2003: Einspruch - Verbände weisen Kritik am EEG zurück

Das EEG ist weltweit das effizienteste Förderinstrument für umweltfreundlichen Strom. Darauf hat der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem Bundesverbandes WindEnergie (BWE) hingewiesen. Laut BEE-Präsident Johannes Lackmann führt die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgelöste Kostensenkung von Ökostrom mittelfristig zu einer Entlastung der Verbraucher. "Bei der Windkraft konnten die Erzeugerpreise bisher schon um 60 Prozent gesenkt werden", erklärte BWE-Präsident Peter Ahmels. "Auch weiterhin werden die Kosten von Windstrom reduziert - und zwar jährlich um vier Prozent." Die Kosten von Solarstrom würden entsprechend der Preisvorgabe im EEG sogar um 7,5 Prozent pro Jahr sinken, führte er weiter aus. Demgegenüber sei bei den Kosten für konventionelle Energien in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen. Das gelte ebenso für die Folgekosten aufgrund zunehmender Klimaschäden.

Die Gesamtkosten zur Finanzierung erneuerbarer Energien werden nach Einschätzung von Johannes Lackmann bei zwei Milliarden Euro schon bald ihren Scheitelpunkt erreichen. Die deutsche Steinkohle habe dagegen zuletzt rund vier Milliarden Euro an jährlichen Subventionen erhalten. "Die Schere zwischen den Kosten von Strom aus erneuerbaren Energien und Strom aus Kohle, Gas und Kernkraft geht nicht auseinander, sondern zusammen. Die Mehrkosten von Ökostrom laufen dagegen mittelfristig gegen null", so der BEE-Präsident.

Die beiden Verbände reagierten mit ihrer Erklärung auf die Kritik einiger Spitzenpolitiker von CDU und SPD an der angeblichen "Über-Förderung" der Erneuerbaren Energien.
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