30.05.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

30.5.2005: ABO Wind AG: Institutioneller Investor will Genussscheine im Volumen von drei Millionen Euro zeichnen

Der Wiesbadener Windprojektierer ABO Wind AG will Genussscheine im Volumen von drei Millionen Euro an einen institutionellen Investor ausgeben. Wie das nicht b?rsennotierte Unternehmen mitteilte, sollen die Aktion?re dar?ber auf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Juni entscheiden. Die Kapitalma?nahme werde von einer deutschen Gro?bank, mit der ABO Wind seit l?ngerem Gesch?ftsbeziehungen unterhalte, vorbereitet und begleitet, hie? es. Ziel sei es, mit Hilfe des Genussrechtskapitals in H?he von drei Millionen Euro die Eigenkapitalbasis zu st?rken. Das Bezugsrecht der Aktion?re solle ausgeschlossen werden, das habe der Kapitalgeber zur Bedingung für sei Engagement gemacht.

Andreas H?llinger, Pressesprecher des Wiesbadener Unternehmens, erkl?rt auf Anfrage von ECOreporter.de: "Die Finanzierung ?ber den Genusschein kostet uns ungef?hr dasselbe wie eine Vorfinanzierung ?ber andere Quellen, die uns zur Verf?gung stehen. Sie bringt uns aber wichtige Vorteile hinsichtlich der Flexibilit?t: Die Verwendung des Geldes ist nicht wie bei anderen Finanzierungen an bestimmte Projekte gebunden. Wir sind zum Beispiel frei zu entscheiden, ob wir die Mittel für die weitere Expansion im Ausland oder für die Vorfinanzierung eines Windparks einsetzen wollen." Das aktuelle Eigenkapital der ABO Wind belaufe sich auf 3,5 Millionen Euro, so H?llinger; durch den Zugang von 3 Millionen Euro w?rde es sich demnach fast verdoppeln.

"Wir wollen die zus?tzlichen Mittel vor allem für die Projektfinanzierung einsetzen", sagt der Sprecher, besonders im Ausland sei es ?blich, dass Windparks erst nach der Inbetriebnahme ver?u?ert w?rden. Die Laufzeit der Genussrechte solle voraussichtlich sieben Jahre betragen, die Verzinsung stehe noch nicht endg?ltig fest. "Dazu f?hren wir derzeit noch Gespr?che mit der deutschen Gro?bank, die die Finanzierung vermittelt. In jedem Fall wird es eine feste und eine variable Komponente geben. Die variable Komponente wird an den Nachsteuergewinn gebunden sein." Technisch werde die Kapitalma?nahme mit einer Projektgesellschaft abgewickelt, berichtet der Pressesprecher weiter; die "PREPS 2005 – 1 Limited Partnership" habe ihren Sitz auf der Kanalinsel Jersey, sei aber eigens von der deutschen Gro?bank gegr?ndet worden.

"Mit der Platzierung der Genussrechte werden wir viele verschiedene M?glichkeiten der Vorfinanzierung für die ABO Wind haben. Daf?r haben wir in den letzten Monaten viel gearbeitet. Schon an der Bilanz des letzten Jahres konnten Sie ablesen, dass das Fr?chte getragen hat", so H?llinger. Der Wiesbadener Windprojektierer hat im letzten Jahr einen Nettogewinn in H?he von 360.000 Euro erwirtschaftet.

Die Aktion?re des Unternehmens d?rften dem Vorschlag des Vorstands zustimmen und die Genussscheinemission genehmigen. Wie wichtig eine ausreichende Kapitaldecke für die Entwickler von Neue Energie Projekten ist, lies sich in den letzten Wochen am Beispiel der Cuxhavener Plambeck Neue Energien AG studieren. Das b?rsennotierte Unternehmen ist wesentlich gr??er als die ABO Wind, dennoch hing der Fortbestand der Gesellschaft eigenen Angaben zufolge am seidenen Faden neuer Kredite. Die brauchte Plambeck dringend um zuk?nftige Windenergieprojekte vorzufinanzieren.

Aktien der ABO Wind AG werden ?ber das Ettlinger Wertpapierhandelshaus Valora und die Bad Mergentheimer DepotVG gehandelt.

ABO Wind AG: ISIN: DE0005760029 WKN: 576002
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x