30.07.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

30.7.2007: Wochenrückblick: Solarunternehmen investieren in Ausbau der Produktionsleistung – Schmack Biogas AG überrascht mit Gewinnwarnung – REpower Systems AG verkauft 44 Windräder in die USA

In der vergangenen Börsenwoche verlor der DAX 5,37 Prozent auf 7508,96 Punkte. Der Dow-Jones-Index sank um 3,76 Prozent auf 13.473,57 Punkte. Der japanische Nikkei-Index büßte 2,29 Prozent ein und schloss mit 17.702,09 Punkte. Erdöl wurde mit 76,03 US-Dollar pro Barrel deutlich günstiger gehandelt als in der Vorwoche (78,68 Dollar; minus 3,37 Prozent; Sorte "Brent Crude Oil"). Kupfer (Copper Grade A) kostete mit 7.905,50 Dollar pro Tonne 2,64 Prozent weniger als in der Vorwoche (8.120,25 Dollar). Ein Euro kostete 1,3637 Dollar, 1,44 Prozent weniger als zum Ende der Vorwoche.

Die Hamburger REpower Systems AG liefert 44 Windenergieanlagen des Typs MM92 in die USA. Die Windräder mit einer Gesamtleistung von 88 Megawatt (MW) seien für eine US-Tochtergesellschaft von EDF Energies Nouvelles bestimmt, meldet REpower. Die USA sind den Angaben zufolge derzeit der größten Markt im Auftragsbestand von REower.

Der Windkraftprojektierer Plambeck Neue Energien AG führt eine nicht öffentliche Kapitalerhöhung um bis zu 3,75 Millionen neue Aktien durch. Laut dem Unternehmen mit Sitz in Cuxhaven beträgt das Bezugsrecht der Aktionäre 10:1. Die Aktien werden für 3,75 Euro je Anteilschein abgegeben. Die Zeichnungsfrist endet am 6. August. Die frischen Mittel sollen wesentlich zur Stärkung des Kerngeschäfts Windpark-Projektierung onshore und offshore im In- und Ausland eingesetzt werden.

Einen Auftrag im Wert von rund 70 Millionen Dollar hat das US-Technologieunternehmen American Superconductor Corporation (AMSC) von der chinesischen Sinovel Wind Corporation Limited erhalten. Wie AMSC aus Westerborough in Massachusetts mitteilte, soll ihre Tochtergesellschaft Windtec für diesen Betrag elektrische Systeme für Windkraftanlagen nach Peking liefern.

Im Rahmen einer Privatplatzierung plant das kanadische Windkraftunternehmen AAER Inc. eine Kapitalerhöhung zwischen fünf und acht Millionen Dollar. Maximal 22,8 Millionen so genannte "Aktieneinheiten" sollen für 0,35 Dollar je Einheit platziert werden, teilte das Unternehmen aus Montreal mit. Jede Einheit bestehe aus einer AAER-Aktie und einem Bezugsrecht für je eine weitere Aktie zum Preis von 0,60 Dollar.

Der Freiburger Solarstromkonzern S.A.G. Solarstrom AG hat im ersten Halbjahr 2007 einen Konzernumsatz von 12,5 Millionen Euro (Vergleichsumsatz 2006: 16,6 Millionen Euro) und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von minus 1,34 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Konzernergebnis habe minus 1,24 Millionen Euro betragen.

Die Solar-Fabrik AG – ebenfalls aus Freiburg – hat im ersten Halbjahr 2007 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 71 Prozent auf 51,3 Millionen Euro gesteigert. Der Überschuss stieg von 1,67 auf 2,13 Millionen Euro. Das EBIT ging von 1,68 auf 1,47 Millionen Euro zurück. Im Gesamtjahr will die Solar-Fabrik den Umsatz von 72,7 Millionen in 2006 auf 130 Millionen Euro erhöhen.

Die Solarpraxis AG übernimmt 80 Prozent der PR-Agentur Sunbeam GmbH aus Berlin. Die Finanzierung erfolge durch einen Anteilstausch mit Barkomponente, teilte die Gesellschaft aus Berlin mit. Die Sunbeam GmbH habe 2006 einen Umsatz von knapp einer Million Euro erwirtschaftet und arbeite seit mehreren Jahren profitabel. Die Solarpraxis AG wachse damit um knapp 50 Prozent. Das Unternehmen meldete ferner ein EBIT von minus 0,19 Millionen Euro für 2006.

Die Sunline AG hat im 1. Halbjahr 2006 einen Jahresüberschuss von 0,2 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: minus 1,273 Millionen Euro). Der Umsatz stieg von 15,76 auf 20,59 Millionen Euro. Das EBIT betrug 0,43 Millionen Euro, nach negativen 1,069 Millionen Euro im Vorjahr. Das Fürther Unternehmen meldete zudem den Auftrag zum Bau eines Solarkraftwerks in Tschechien mit einem MW Leistung.

Die chinesische LDK Solar Co. Ltd. will reines neues Polysilizium herstellen. Hierzu erwarb das Unternehmen aus Xinyu City eine Produktionsanlage von einer Tochter der GT Solar International, Inc.. LDK rechnet mit einer Produktion von 6000 Tonnen Polysilizium in 2008 und 15.000 Tonnen in 2009. LDK ist bereits im Recycling von Silizium aktiv.

Die Hoku Scientific, Inc. hat Zahlen zum 1. Geschäftsquartal (30. Juni) vorgelegt: Demnach fiel der Umsatz von 1,2 Millionen Dollar im Vorjahr auf 1,1 Millionen Dollar. Es entstand ein Verlust von 0,65 Millionen Dollar, nach plus 0,30 Millionen Dollar im 2006/07. Hoku Scientific hat Silizium-Lieferverträge mit Suntech und der Solar-Fabrik abgeschlossen. Zusammen mit bestehenden Vereinbarungen mit Sanyo errechne sich daraus ein Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar in zehn Jahren, so Hoku Scientific.

Die chinesische Herstellerin von Solarzellen, -wafern und -modulen aus Baoding, die Yingli Green Energy Holding Co Ltd., hat weitere 100 MW an Produktionskapazität fertig gestellt. Damit steige die aktuelle Produktionsleistung des Unternehmens auf 200 MW jährlich, so Yingli.

Einen Auftrag zur Lieferung einer Dünnschichtsolarzellen-Produktionsanlage mit einer Leistung von 40 MW peak hat die Oerlikon Solar aus Taiwan erhalten. Der Produktionsstart sei für Mitte 2008 geplant, berichtete das Unternehmen aus Trübbach in der Schweiz

MEMC Electronic Materials, Inc. aus St. Peters im US-Bundesstaat Montana steigerte den Umsatz im 2. Quartal 2007 auf 370,5 Millionen Dollar, ein Plus von 27,6 Prozent gegenüber 2006. das EBIT betrug 207,3 Millionen Dollar (Vorjahreszeitraum: 127,3 Millionen Dollar). Den Nettogewinn gab MEMC mit 163,6 Millionen Dollar an. Im dritten Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 500 Millionen Dollar, im Gesamtjahr sollen es 1,95 Milliarden Dollar werden. Der Gewinn pro Aktie soll von 2,06 Dollar in 2006 auf 3,30 Dollar klettern.

Die SunPower Corporation aus San José in Kalifornien emittiert 2,45 Millionen neue Aktien zu einem Preis von 64,50 Dollar und Obligationen im Wert von 200 Millionen Dollar. Die Obligationen sind mit einem Zinskupon von 0,75 Prozent ausgestattet. Zusätzlich stellt SunPower bei Bedarf weitere 0,245 Millionen Aktien und Obligationen im Wert von 25 Millionen Dollar zur Verfügung. Das Unternehmen meldete ferner die Inbetriebnahme ihrer zweiten Solarzellenfabrik in Batangas, im Süden Manilas auf den Philippinen.

Die Evergreen Solar Inc. hat im 2. Quartal 2007 15,4 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet (Vorjahreszeitraum: 22 Millionen). In dem Wert von 2006 seien jedoch Umsätze von 10,7 Millionen Euro enthalten, die dem Joint-Venture EverQ zuzurechnen seien. Mit den Umsätzen von EverQ eingerechnet lagen die Verkäufe für String Ribbon-Produkte demnach bei 44,7 Millionen Dollar. Der Quartalsverlust reduzierte sich den Angaben zufolge von 9,4 auf 7,2 Millionen Dollar. Der Nettoverlust lag bei 7,5 Millionen Dollar oder 0,09 Dollar pro Aktie (2006: 7,5 Millionen Dollar oder 0,11 Dollar pro Aktie). Für das dritte Quartal erwartet Evergreen Solar einen Umsatz zwischen 13,5 und 14,5 Millionen Dollar und einen Betriebsverlust zwischen 6,75 und 7,0 Millionen Dollar.

Die norwegische Renewable Energy Corporation (REC) hat den Umsatz im 2. Quartal 2007 um rund 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 208 Millionen Euro gesteigert. Im ersten Halbjahr lag der Umsatz mit 410 Millionen Euro rund 75 Prozent höher als 2006. Das EBIT betrug im Quartal 85 Millionen Euro, nach 38 Millionen Euro in 2006. Im Halbjahr stieg das EBIT um 135 Prozent auf 176 Millionen Euro. REC gab ferner einen Langfrist-Liefervertrag für Siliziumwafer mit der indischen Moser Baer Photo Voltaic Ltd bekannt. REC soll innerhalb von acht Jahren Siliziumwafer im Wert von insgesamt rund 635 Millionen Euro an Moser Baer liefern.

Einen Rahmenvertrag über die Projektentwicklung und den Bau von vierzehn Biogasanlagen meldete die M.A.X. Automation AG. Laut der Beteiligungsgruppe mit Sitz in Düsseldorf hat die Biogas-Tochter EnerCess den Vertrag mit der agri.capital GmbH aus Münster geschlossen. Die Biogasanlagen sollen den Angaben zufolge über je 500 Kilowatt elektrische Leistung verfügen.

Die VeraSun Energy Corproation strebt eine Produktionskapazität von einer Milliarde Gallonen (3,78 Milliarden Litern) an. Wie das Unternehmen mitteilte, kauft es hierzu drei Ethanolfabriken mit einer Kapazität von rund 1,25 Milliarden Litern von der ASAlliances Biofuels. Der Kaufpreis beträgt den Angaben zufolge 725 Millionen Dollar.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) will den Kursverlauf der Schmack Biogas-Aktie prüfen, meldete eine Nachrichtenagentur. Schon einen Tag vor Veröffentlichung der Gewinnwarnung stand die Aktie unter Druck, bei ungewöhnlich hohen Umsätzen.
E.ON Avacon AG und Schmack Biogas haben mit dem Bau der ersten gemeinsamen Biogasanlage begonnen. Die Anlage werde in Steyerberg nahe Nienburg errichtet. Den Betrieb der Anlage übernehme die Schmack Energieholding GmbH.

Die Conergy-Tochter Epuron plant die Entwicklung von Ethanolprojekten mit Volumina von rund 100 Millionen US-Dollar in Brasilien. Nach Angaben von Unternehmenssprecher Clemens Thoma gegenüber ECOreporter.de setzt Epuron langfristig keine eigenen Mittel für den Bau der Anlagen ein. Ein entsprechender Bericht im Düsseldorfer Handelsblatt sei missverständlich gewesen, so Thoma.

Eine Tochtergesellschaft der börsennotierten Masterflex AG hat den Auftrag zur Lieferung von 14.000 Elektrofahrrädern erhalten. Zum finanziellen Umfang des Geschäfts machte das Gelsenkirchener Unternehmen keine Angaben.

Die US-Biolebensmittelhändlerin Whole Foods Market Inc. hat die Frist für ihr Übernahmeangebot an die Wild-Oats-Aktionäre bis zum 10. August verlängert. Whole Foods bietet 18,50 Dollar je Wild-Oats-Aktie, insgesamt 565 Millionen Dollar.

Vier neue Aufträge im Gesamtwert von 3,9 Millionen Dollar meldete die Luftreinigungsspezialistin Ceco Environmental Corp. Die Bestellungen stammten aus der Zement-, der Landwirtschafts- und der Autoindustrie, hieß es. Der Auftragsbestand betrage aktuell 115 Millionen Dollar.

Einen Auftrag im Wert von 7,7 Millionen US-Dollar hat das kanadische Technologieunternehmen ATS Automation Tooling Systems Inc erhalten. Wie ATS aus Cambridge in der Provinz Ontario mitteilte, soll sie für einen ungenannten Auftraggeber aus der Energieversorgerbranche ein automatisiertes System für elektronische Sicherheitsanlagen entwickeln, bauen und errichten. Die Anlage soll Anfang 2009 ausgeliefert werden.

Die US-Ausrüsterin für die Papier- und Zellstoffindustrie, Kadant, hat im zweiten Quartal 2007 Umsätze von 89,1 Millionen Dollar erwirtschaftet (minus ein Prozent). Der Gewinn aus der kontinuierlichen Geschäftstätigkeit lag bei 9,2 Millionen Dollar (plus fünf Prozent). Der Nachsteuergewinn belief sich auf 5,9 Millionen oder 0,42 Dollar pro Aktie (Vorjahreszeitraum: 5,6 Millionen oder 0,40 Dollar pro Aktie). Für das Gesamtjahr erwartet Kadant einen Gewinn von 1,49 bis 1,59 Dollar pro Aktie und einen Umsatz zwischen 360 und 370 Millionen Dollar.

Die US-amerikanische Teppichbodenherstellerin Interface, Inc. hat im 2. Quartal 2007 ihren Umsatz um 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 265 Millionen US-Dollar gesteigert. Der Betriebsgewinn legte um 28,2 Prozent auf 30,9 Millionen Dollar zu. Der Umsatz im 1. Halbjahr 2007 stieg von 421,3 in 2006 auf 508,5 Millionen Dollar. Der Betriebsgewinn verbesserte sich von 44,2 auf 55,2 Millionen Dollar.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.


Bilder: Windkraftanlage vom Typ REpower MM82 / Quelle: Unternehmen; Solarmodul mit Zellen von SunPower / Quelle: ECOreporter.de; Biogasanlagen der Schmack Biogas AG / Quelle: Unternehmen

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