Erneuerbare Energie

30.8.2006: Globaler Statusbericht 2006 zu Erneuerbaren Energien veröffentlicht - Investitionen legten 2005 um ein Drittel zu

Die weltweiten Investitionen in Erneuerbare Energien sind innerhalb eines Jahres um ein Drittel gestiegen. Das geht aus dem neuen Globalen Statusbericht 2006 hervor, den das globale Politiknetzwerk REN21 (Renewable Energy Policy Network for the 21st Century) veröffentlicht hat. Demnach wurden nach 30 Milliarden US-Dollar in 2004 im letzten Jahr 38 Milliarden US-Dollar in dem Sektor investiert. Wie der Bericht aufzeigt, bleibt Deutschland Weltmeister bei der Nutzung Erneuerbarer Energien. Allein hierzulande wurden im vergangenen Jahr, wie auch in China, sieben Milliarden Dollar investiert. Dahinter folgen die USA mit 3,5 Milliarden Dollar sowie Spanien und Japan mit jeweils zwei Milliarden Dollar.

Über eine halbe Milliarde Dollar fließe pro Jahr als Entwicklungshilfe in die Förderung Erneuerbarer Energien, stellt der Bericht weiter dar. Die drei wichtigsten Kapitalgeber sind hier demnach die deutsche KfW, die Weltbank-Gruppe und die Globale Umweltfazilität (GEF). Über die Sonderfazilität für erneuerbare Energien und Energieeffizienz stellt die KfW Entwicklungsbank im Auftrag des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in den Jahren 2005 bis 2009 bis zu 500 Millionen Euro in Form zinsgünstiger Darlehen zur Verfügung.

Laut der Studie erhöhte sich die weltweite Kapazität zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien von 160 Gigawatt (GW) 2004 auf 182 GW (ohne große Wasserkraft). Die sechs führenden Nationen waren China (42 GW), Deutschland (23 GW), die USA (23 GW), Spanien (12 GW), Indien (7 GW) und Japan (6 GW). Japan wurde in dieser Kategorie zum ersten Mal von Indien übertroffen.

Der Anteil von Biokraftstoffen (Ethanol, Biodiesel) am globalen Treibstoffverbrauch stieg dem Statusbericht zufolge von 33 Milliarden Litern auf insgesamt 37 Milliarden Liter an. Die USA zogen bei der Ethanol-Kraftstoffproduktion erstmals mit Brasilien gleich. Beim Biodiesel bleibt Deutschland Spitzenreiter. Allein die Hälfte der weltweiten Biodiesel-Produktion kam 2005 aus deutscher Produktion, bei einem 75-Prozent-Anstieg in der EU.

Der Globale Statusbericht 2006 wurde mit Förderung des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) vom globalen Politiknetzwerk erneuerbare Energien REN21 in Auftrag gegeben. Dessen Ziel ist es, den schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien in Entwicklungs- und Industrieländern durch Unterstützung politischer Entwicklungen und Entscheidungsprozesse auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene voranzutreiben.

Der Globale Statusbericht erneuerbare Energien 2006 steht im Internet unter www.ren21.net als Download zur Verfügung.
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