30.09.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

30.9.2004: Condomi: Polnische Tochter soll Kölner Kondomhersteller retten

Die polnische Codomi-Tochter unimil S.A. hat den Prospekt für eine Emission von mindestens 1,7 Millionen (maximal 2 Millionen) neuen Inhaberaktien im Nennwert von 10 polnischen Slotys (PLN) veröffentlicht. Der Schlusskurs der unimil Aktie stand laut condomi am Mittwoch bei 52 PLN (11,96 Euro).

Die unimil S.A. will mit dem Emissionserlös den Banken die Verbindlichkeiten der anderen Gesellschaften der condomi Gruppe in Höhe von rund 37 Millionen abkaufen, um so den Fortbestand der Gruppe zu sichern. Außerdem will die polnische Tochter die Anteile der Großaktionäre Oliver Gothe (Condomi-Vorstand) und Volker de l"Homme de Courbière (Aufsichtsrat) am Mutterkonzern übernehmen können.

Die unimil S.A. befindet sich zurzeit mit den Banken der condomi Gruppe, der condomi AG und den Großaktionären in Vertragsverhandlungen. Condomi weist in einer aktuellen Pressemitteilung ausdrücklich darauf hin, dass die Verhandlungen auch noch scheitern können.

Die Mittel für die Übernahme der Condomi-Verbindlichkeiten sollten in der Tat im wesentlichen durch die in Polen durchgeführte Kapitalerhöhung aufgebracht werden, erläutert Stefanie Grüter, Sprecherin des Kölner Unternehmens auf Nachfrage von ECOreporter.de. Zu der Frage, ob es bereits einen polnischen Großinvestor gebe, der große Teile der Emission abnehmen werde, gab die Sprecherin unter Verweis auf die laufenden Verhandlungen keine Auskunft.

Condomi AG: ISIN DE0005444905 / WKN 544490

Bild: Condomi-Kondome / Quelle: Unternehmen
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