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31.1.2007: Chemiekonzern BASF AG investiert in Brennstoffzellentechnologie

Die BASF Venture Capital GmbH, ein Tochterunternehmen des Ludwigshafener Cemiekonzerns BASF, investiert eigenen Angaben zufolge in die US-amerikanische UltraCell Corporation, Livermore, CA. UltraCell entwickelt und produziert laut BASF Venture Capital komplette Mikro-Brennstoffzellensysteme für tragbare Geräte wie Satelliten-Mobiltelefone, Radios und Laptops, die eine lange Laufzeit unabhängig vom Stromnetz benötigen.

UltraCell habe in seiner dritten Finanzierungsrunde 10,3 Millionen US-Dollar zusammengetragen (zirka 7,9 Millionen Euro), heißt es weiter, davon habe BASF Venture Capital 3 Millionen Dollar (zirka 2,3 Millionen Euro) beigesteuert. UltraCell werde die Einnahmen der Finanzierungsrunde für den Ausbau der Produktion, die Ausweitung des weltweiten Vertriebs und für die Entwicklung von Produkten der nächsten Generation verwenden.

UltraCell wurde laut der Meldung 2002 gegründet und hat 45 Mitarbeiter. Das Brennstoffzellensystem des Unternehmens setze einen neuartigen Mikro-Reformer ein, der Methanol in Wasserstoff umwandele. Dieses reformierte Methanol-System könne im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Batterien bei gleicher Zellgröße doppelt so viel Strom erzeugen. So laufe zum Beispiel ein Laptop mit UltraCell Brennstoffzellen zwei- bis dreimal länger als ein Laptop, der mit herkömmlichen Batterien betrieben werde. Das sei besonders praktisch beim Einsatz im Outdoor-Bereich.

"Laut Schätzungen der Industrie wird der weltweite Markt für Brennstoffzellen von einer Milliarde Euro im Jahr 2010 auf 21,5 Milliarden Euro im Jahr 2020 wachsen", sagte Keith Gillard, Principal der BASF Venture Capital America.

Die BASF Future Business GmbH, Muttergesellschaft der BASF Venture Capital, habe vor kurzem die in Frankfurt ansässige Pemeas GmbH gekauft, berichten die Ludwigshafener weiter. Pemeas sei ein führender Hersteller von Komponenten für Brennstoffzellen. Diese Akquisition und die Investition in UltraCell, ein Großkunde von Pemeas, unterstreiche das Engagement der BASF, ihre Aktivitäten auf dem Gebiet des Energiemanagements zu verstärken.

Energiemanagement ist den Angaben zufolge eines von fünf Wachstumsfeldern der BASF. Man arbeite an neuen Technologien und Materialien für Energiespeicherung und Energieumwandlung sowie zur Nutzung alternativer Energiequellen. Die vier anderen Wachstumsfelder seien: Rohstoffwandel, Nanotechnologie, Weiße (industrielle) Biotechnologie und Pflanzenbiotechnologie. Für die Forschungsaktivitäten innerhalb der fünf Wachstumsbereiche stünden in den Jahren 2006 bis 2008 insgesamt fast 850 Millionen Euro zur Verfügung, davon 90 Millionen Euro für das Energiemanagment.
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