31.12.03 Erneuerbare Energie

31.12.2003: Kein "Fadenriss" bei Photovoltaik - Neue Vergütungsregelung tritt am 1. Januar in Kraft

Zum 1. Januar 2004 treten die verbesserten Bedingungen für die Vergütung von Sonnenstrom in Kraft. Darauf weist das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemeldung hin. Die Unternehmen der Solarbranche könnten damit von einem weiteren kräftigen Marktwachstum der Photovoltaik ausgehen, der befürchtete "Fadenriss" werde vermieden.

Die neuen Vergütungssätze gelten laut der Meldung für Photovoltaik-Anlagen, die ab dem 1. Januar 2004 in Betrieb genommen werden. Erzeuger von Solarstrom erhielten zukünftig 45,7 Cent pro Kilowattstunde als Grundvergütung, so das BMU. Dies gelte auch für große Freiflächenanlagen, soweit sie sich im Bereich eines Bebauungsplans befinden. Für Solaranlagen auf Gebäuden erhöht sich den Angaben zufolge die Vergütung: um 11,7 Cent pro Kilowattstunde bis 30 Kilowatt Leistung, für den darüber hinaus gehenden Anteil bis 100 kW um 8,9 Cent pro Kilowattstunde und für den 100 KW übersteigenden Anteil um 8,3 Cent pro Kilowattstunde. Zusätzlich gibt es einen Bonus von 5 Cent pro Kilowattstunde bei fassadenintegrierten Anlagen.

Darüber hinaus biete die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nach dem Auslaufen des 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms im Rahmen des KfW-CO2-Minderungsprogramms für Privathaushalte und des KfW-Umweltprogramms für gewerbliche Unternehmen attraktive Darlehen zur Finanzierung von Photovoltaikanlagen an, hieß es weiter.

Der Ausbau der Photovoltaik werde zudem durch die Förderung der Erforschung von neuen Technologien für die Photovoltaik unterstützt. Allein im Jahr 2003 habe das Bundesumweltministerium hierfür 27 Millionen Euro eingesetzt. Diese Förderung wolle man in den kommenden Jahren auf hohem Niveau weiterführen. Ziel sei es, Deutschland als Produktionsstandort für die Hightech-Produkte der Photovoltaik zu festigen und weiter auszubauen.

Das "Zweite Gesetz zur Änderung des EEG" kann im Wortlaut auf der Internetseite des BMU www.bmu.de oder www.erneuerbare-energien.de eingesehen werden.
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