03.12.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

3.12.2007: Wochenrückblick: Petrotec AG: Gewinnwarnung nach außerordentlichen Abschreibungen – Daldrup & Söhne AG erwischt guten Start an der Börse – Solon AG meldet Großaufträge aus Spanien – Solarunternehmen schließen Lieferverträge

In der vergangenen Woche hat der DAX ein Plus von 2,69 Prozent auf 7.765,19 Punkte verbucht. Der US-amerikanische Leitindex Dow-Jones sprang sogar um 4,01 Prozent nach oben auf 13.311,73 Punkte. Auch der japanische Nikkei-Index legte zu, er stand zum Wochenschluss bei 15.513,74 Punkten, 4,2 Prozent höher als Ende der Vorwoche. Öl hat sich deutlich verbilligt: Der Preis für die Sorte „Brent“ sank um 7,2 Prozent auf 88,91 US-Dollar. Der Kupferpreis zog demgegenüber um gut 5 Prozent an auf 6.822,50 Dollar je Tonne (Copper Grade A). Der Euro verlor 1,12 Cent auf den Dollar, er kostet zuletzt 1,4692 Dollar.

Die Plambeck Neue Energien AG hat ihre Restrukturierung abgeschlossen. Wie die Cuxhavener Windparkprojektierin mitteilte, wurden bereits Ende 2006 Altkredite in Höhe von zirka 18,8 Millionen Euro zurückgeführt, eine Kreditlinie in Höhe von zirka 4,3 Millionen Euro sei im 3. Quartal 2007 abgelöst worden. Nach dem Anteilsverkauf der Offshore-Windpark Gesellschaft PNE Gode Wind I GmbH an die Evelop verfügt Plambeck demnach über eine Liquidität von zirka 30 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2007 erwartet das Unternehmen im Konzern einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 15 bis 16 Millionen Euro nach 0,3 Millionen Euro in 2006.

Das französische Neue-Energie-Unternehmen Theolia SA hat den italienischen Entwickler von Windkraftprojekten Maestrale Green Energy übernommen. Maestrale verfügt laut Theolia über ein Windkraftportfolio von insgesamt rund 500 Megawatt (MW). Jean-Marie Santander, Vorstandsvorsitzender von Theolia, bezeichnete Italien als einen der attraktivsten Windmärkte weltweit. Die Vergütung für Windstrom sei jüngst auf 18 Euro je Kilowattstunde angehoben worden. Theolia zahlte demnach zunächst fünf Millionen Euro für Maestrale. In den nächsten drei Jahren werde eine weitere Zahlung erfolgen, die von der Menge der bis dahin errichteten Kapazitäten der Italiener abhänge.

Auf über fünf Prozent hat der Investor Otto Happel seinen Anteil an dem kriselnden Solarunternehmen Conergy AG erhöht. Der Milliardär hatte vor kurzem erste Aktien des Hamburger Unternehmens erworben. Happel verglich das Investment gegenüber der "WirtschaftsWoche" mit seinem Einstieg bei dem Technologiekonzern Gea, der vor einigen Jahren in Schwierigkeiten geraten war: "Die Gea stand im Juni 2003 ganz dicht vor dem Aus. Verglichen mit der Gea zum damaligen Zeitpunkt ist Conergy ein im Kern gesundes Unternehmen“, so der Investor.

Die PVA TePla AG aus Aßlar will den Umsatz in 2008 um 40 Prozent gegenüber 2007 steigern. Laut der Anbieterin von Kristallzucht-Anlagen soll gleichzeitig die EBIT-Marge (Verhältnis zwischen Umsatz und EBIT) auf 7 bis 9 Prozent klettern.

Einen Liefervertrag über 130 Millionen Euro mit der spanischen Guascor Solar S.A.U. meldete der Berliner Solarmodulbauer Solon AG. Das TecDAX-Unternemen soll demnach Anlagen in die Regionen Andalusien und Extremadura liefern. Solon werde ferner Solarmodule im Wert von 85 Millionen Euro für die Kraftwerksprojekte produzieren.
Das Unternehmen hat die Ausgabedingungen für seine neuen Wandelschuldverschreibungen bekannt gegeben: Bezugspreis 100 Prozent des Nennbetrags (1.000 Euro); Wandlungspreis 94,65 Euro; Zinskupon 1,375 Prozent. Endfälligkeitstag ist der 6. Dezember 2012. Ab dem 5. Dezember 2007 können die Papiere an der Börse gehandelt werden.

Die SolarWorld AG realisiert auf Mallorca vier Solarkraftwerke mit einer Spitzenleistung von zusammen 8,5 MW. Laut dem Unternehmen aus Bonn hat die Deutsche Bank die Entwicklung des Projektes koordiniert und die Finanzierung der Kraftwerke arrangiert. SolarWorld AG beabsichtige, gemeinsam mit der Deutschen Bank weitere Projekte im Mittelmeerraum zu realisieren. Der Fokus liege auf Spanien, Italien und Griechenland.
SolarWorld lieferte eigenen Angaben zufolge die Gestelltechnik für die dachintegrierte Solarstromanlage auf dem neuen Kunden- und Auslieferungszentrum der BMW AG in München

Auf 91,7 Millionen Euro hat die centrotherm photovoltaics AG den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten gesteigert. Laut dem Unternehmen aus Blaubeuren verbesserte sich das EBIT auf 11,9 Millionen Euro. Das Konzernergebnis betrug 7,2 Millionen Euro. Der Auftragsbestand lag zum 30. September bei 402 Millionen Euro. Der für 2007 prognostizierte Umsatz von 142 Millionen Euro sowie die EBIT-Prognose würden übertroffen, erwartet centrotherm.

Bis ins Jahr 2019 will sich das Erfurter Solarunternehmen ersol Solar Energy AG von der Wacker Chemie AG mit Silizium beliefern lassen. Ersol soll demnach ab 2010 über neun Jahre Silizium für eine zusätzliche Produktionsmenge von rund 300 Megawatt peak (MWp) kristallinen Solarzellen erhalten. Der Preis sei für die gesamte Vertragslaufzeit fest vereinbart. Ersol werde Anzahlungen (sog. „Downpayments“) leisten.

Die Konstanzer Sunways AG will bis Ende 2009 eine eigene Siliziumproduktion aufbauen. Wie das Solarunternehmen mitteilte, kauft es von der Firma Schmid Silicon Technology eine schlüsselfertige Anlage zur Produktion von Polysilizium. Die Jahreskapazität werde bei 1.000 Tonnen liegen, das reiche zur Herstellung von Solarzellen mit 100 MW Leistung. Standort der Produktion solle Schwarze Pumpe in Sachsen sein.

Drei Lieferverträge mit Herstellern von Silizium meldete die chinesische Yingli Green Energy Holding Company. Das Solarunternehmen aus Baoding nannte weder die Namen der Vertragspartner noch finanzielle Details der Vereinbarungen. Es hieß lediglich, das Silizium reiche für 40 MW Leistung. Die Lieferungen würden im 1. Quartal 2008 abgeschlossen.

Das kanadische Solarunternehmen Canadian Solar Inc. hat mit der Gintech Energy Corp. aus Taiwan die Lieferung von Solarzellen im Wert von rund 60 Millionen Dollar vereinbart. Ab Januar 2008 soll Canadian Solar demnach Solarzellen für eine Kapazität von 17 bis 22 MW von Gintech erhalten.

Die chinesische Hoku Scientific wird die ebenfalls chinesische Solarfun Power Holdings Co. mit Silizium ausstatten. Ab 2009 liefert Hoku demnach für 8 Jahre Silizium im Wert von 306 Millionen US-Dollar an Solarfun. Weitere Kunden von Hoku sind Suntech, Sanyo Electric und die deutsche Solar-Fabrik AG.

Einen EBIT-Fehlbetrag von 38,9 Millionen Euro muss die Borkener Petrotec AG für die ersten neun Monate 2007 ausweisen. Der Nettoverlust belief sich laut dem Unternehmen auf 38,2 Millionen Euro. Ursache des massiven Ertragseinbruchs seien außerordentliche Abschreibungen in Höhe von 30,0 Millionen Euro. Der Umsatz stieg demnach um 15,9 Prozent auf 47,8 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr prognostizierte die Biodieselherstellerin 58 bis 60 Millionen Euro Umsatz und einen Verlust beim Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 2 bis 3 Millionen Euro. Zum EBIT-Verlust machte Petrotec keine Angaben.

Der Vorstand der Schweizer Biopetrol Industries AG, Klaus Henschel, erwartet für 2008 eine Marktbereinigung bei den Anbietern von Biodiesel. Laut einem Bericht des Anlegermagazins „Nebenwerte Journal“ erklärte Henschel, vor dem Hintergrund steigender Steuern auf Biodiesel sei die Entwicklung unausweichlich.

Der Biogasanlagenhersteller EnviTec Biogas AG erwirtschaftete in den ersten neun Monaten eine EBIT-Marge in Höhe von 15,5 Prozent. Das Unternehmen aus Lohne in Niedersachsen steigerte der Umsatz von 63,4 auf 102,2 Millionen Euro. Das EBIT wuchs von 13,2 auf 15,8 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet EnviTec mit 130 bis 140 Millionen Euro Umsatz und einem EBIT von 20 bis 22 Millionen Euro.

Die US-amerikanische Herstellerin von Bioethanol, VeraSun Energy Corp., schließt sich mit der U.S. Bioenergy Corp. zusammen. Laut einer Unternehmensmeldung hoffen die beiden Biotreibstoffproduzenten auf Synergieeffekte und Marktvorteile durch die Position als großer Hersteller von Bioethanol. Gemeinsam komme man auf eine Kapazität von 1,6 Milliarden Gallonen.

Die Hamburger Asian Bamboo AG hat in den ersten neun Monaten rund 11,7 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet (2006: rund 7,7 Millionen). Das bereinigte Jahresergebnis wuchs auf rund 6,1 Millionen Euro (2006: rund 2,7 Millionen Euro). Asian Bamboo AG plant bis Anfang 2009 den Bau einer Fabrik für Bambusbodenbeläge mit einer Produktionskapazität von 1 Million Quadratmetern pro Jahr.

Ein erfolgreiches Börsendebut feierte die Spezialistin für Bohrtechnik Daldrup & Söhne AG aus dem münsterländischen Ascheberg. Die Aktie des Unternehmens notierte am ersten Handelstag von Anfang an über dem Ausgabepreis von 13,50 Euro. Daldrup hatte 1,2 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung und eine Mehrzuteilungsoption von 165.000 Aktien zur Zeichnung angeboten. Die Aktien wurden vollständig platziert, die Emission sei überzeichnet gewesen, hieß es. Daldrup hofft auf kräftiges Wachstum im Bereich von Bohrungen für Erdwärme.

Einen Großauftrag über 75 Millionen Dollar hat die kalifornische Umweltdienstleisterin Tetra Tech Inc. erhalten. Laut dem Unternehmen aus Pasadena beauftragte die nationale Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) Tetra Tech, über fünf Jahre Serviceleistungen im Rahmen ihres Grundwasserschutzprogramms zu erbringen.

Im Rahmen eines bis 2012 angelegten Aktionsplans startet das neuseeländische Geothermieunternehmen Contact Energy Phase 1 eines Geothermiekraftwerks in Taupo in Neuseeland mit 20 Megawatt. Bis 2012 soll die Leistung der Anlage auf 225 Megawatt wachsen. Den Angaben zufolge will Neuseeland bis 2025 rund 90 Prozent seines Energiebedarfs durch erneuerbare Quellen decken.

Die Kölner Spezialistin für das Recycling von Aluminiumsalzschlacke, Agor AG, hat ihr Umsatzziel in den ersten neun Monaten verfehlt. Der Konzernumsatz lag mit 37,6 Millionen Euro nur 1,6 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau. Angestrebt worden war ein Zuwachs von 15 Prozent. Das Nettoergebnis fiel auf minus 8,4 Millionen Euro nach minus 0,8 Millionen im Vorjahr. Darin seien Abschreibung in Höhe von 5,1 Millionen Euro enthalten, so Agor. Unternehmenssprecher Georg Biekehör prognostizierte gegenüber ECOreporter.de für das Gesamtjahr einen Verlust von über 8,0 Millionen Euro bei leicht steigendem Umsatz. Das Unternehmen führt derzeit eine Kapitalerhöhung um bis zu 1,81 Millionen Euro durch.

Die Mannheimer Beteiligungsgesellschaft Leonardo Venture GmbH & Co. KGaA hat die ersten neun Monate mit einem Verlust von rund 1,1 Millionen Euro abgeschlossen (2006: über 2,0 Millionen). Das Beteiligungsvolumen wuchs den Angaben zufolge auf rund 22,6 Millionen Euro.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.

Bilder: Silizium der deutschen Wacker Chemie AG. Das Unternehmen ist einer der größten Hersteller von Solarsilizium weltweit. / Quelle: Unternehmen

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
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