31.03.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

31.3.2004: Brüsseler EU-Kommission will mehr Transparenz für Anleger - Firmen sollen besser informieren

Das Europäische Parlament hat einen Vorschlag der europäischen Kommission für mehr Transparenz im Wertpapiergeschäft angenommen. Wie die Kommission meldet, müssen Unternehmen, die keine Quartalsberichte veröffentlichen, den Anlegern gemäß der Richtlinie künftig Zwischenberichte vorlegen. Darin sollten in Textform die Finanzlage und die Auswirkungen wichtiger Ereignisse auf die finanzielle Situation des Unternehmens dargelegt werden.

Zudem haben Firmen laut der Meldung künftig innerhalb von vier Monaten nach Ablauf ihres Geschäftjahres einen Jahresfinanzbericht vorzulegen. So müssten Anleger nicht mehrere Monate bis zur Aktionärsversammlung warten, hieß es.

Die Öffentlichkeit solle auch rascher und umfassender über bedeutende Beteiligungen wichtiger Aktionäre unterrichtet werden. Sollte sich die Anlegerstruktur stark ändern, sei dies offen zu legen.

Die vorgeschlagene Richtlinie werde zusätzlich für eine bessere Verbreitung von Informationen über Firmen aus Nicht-EU-Staaten sorgen, gibt sich das Gremium überzeugt. Die Kommission plant den Angaben zufolge, ein System einzurichten, das bewertet, ob Rechnungslegungsstandards von Drittländern den internationalen Standards gleichwertig sind.

Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein: "Aufgeklärte Unternehmen sehen Transparenz nicht als Last, sondern als vertrauensbildende Maßnahme an, die sich auf dem Markt auszahlt. Anleger werden künftig besser informiert sein."

Die Entscheidung des Parlaments ebne den Weg für eine baldige Verabschiedung durch den EU-Ministerrat, so die Kommission.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x