31.05.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

31.5.2007: Sunline AG rutscht in die Verlustzone

Die Sunline AG aus Fürth hat im Geschäftsjahr 2006 ihren Umsatz im Jahresvergleich von 39,9 auf 50,3 Millionen Euro gesteigert. Nicht berücksichtigt darin sei ein Umsatz von 6,4 Millionen Euro aus dem Projektgeschäft, der erst im laufenden Jahr ausgewiesen werde, teilt das Unternehmen mit. Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit rutschte von plus 0,98 Millionen in 2005 auf minus 2,01 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug minus 1,57 Millionen Euro nach positiven 1,31 Millionen Euro im Vorjahr.

In den ersten fünf Monaten 2007 sei das Projektgeschäft aussichtsreich angelaufen, heißt es weiter. In Tschechien sei eine Ein-Megawatt Solar-Anlage geplant. In Süddeutschland stünden insgesamt 1,8 Megawatt zur Realisierung an. Auftraggeber sei ein institutioneller Investor aus der Versicherungsbranche. Auch der operative Eintritt in den spanischen Markt stehe unmittelbar bevor. Weitere Projekte in Südeuropa seien in Vorbereitung.

Für 2007 erwartet Sunline eine Umsatzsteigerung um 40 Prozent auf über 70 Millionen Euro und einen Jahresüberschuss von 1,5 Millionen Euro.

Das Fürther Unternehmen befindet sich seit einiger Zeit in Turbulenzen. Innerhalb weniger Tage war Mitte Januar zunächst Vorstandssprecher und Finanzvorstand Harald Schrumm entlassen worden. Darauf folgend trat der Sunline-Aufsichtsrat geschlossen zurück. (Lesen Sie dazu auch unsere Meldungen vom 12. Januar und 15. Januar.) Im Februar wurde dann ein neuer Aufsichtsrat bestellt (siehe ECOreporter.de-Meldung vom 20. Februar.) Im April gab das Unternehmen eine Gewinnwarnung heraus.

Die Aktie notierte heute morgen in Frankfurt kaum verändert bei 4,17 Euro, rund 31 Prozent niedriger als vor einem Jahr (10:12 Uhr).

Sunline AG: ISIN DE000A0BMP00 / WKN A0BMP0

Bildhinweis: Eine Gartenleuchte der Sunline AG. / Quelle: Unternehmen
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