31.07.04

31.7.2004: Meldung: Energiedienst AG: Renaturierung am Rhein

Mit dem Neubau des Stauwehrs und dem möglichen Neubau des Kraftwerkes in Rheinfelden setzt die Energiedienst AG nicht nur neue Maßstäbe im Ausbau erneuerbarer Energien, sondern auch hinsichtlich der Umweltverträglichkeit. Durch verschiedene Ausgleichsmaßnahmen wird die ökologische Situation des Hochrheins um Rheinfelden verbessert. Hierzu sind insbesondere drei Maßnahmenpakete vorgesehen:
- Renaturierung von Uferabschnitten zwischen Wyhlen und Rheinfelden
(erfolgt 2004)
- Bau eines naturnahen Fischaufstieges am neuen Stauwehr in Rheinfelden
(Fertigstellung 2005)
- Gestaltung eines naturnahen Umgehungsgewässers im Anschluss an den Bau
des neuen Kraftwerkes Rheinfelden
Die Renaturierung der Uferabschnitte erfolgt bereits in diesem Jahr. Auf deutscher Seite werden am Warmbach, am Hertener Loch und am sogenannten "Negerdörfle" (oberhalb des Wasserkraftwerkes Wyhlen) Maßnahmen durchgeführt.
Auf Schweizer Seite insbesondere beim Campingplatz, Sportplatz und an der Klingentalmühle jeweils in Kaiseraugst. Die Maßnahmen kommen der gesamten Tier- und Pflanzenwelt an diesem Flussabschnitt zu Gute. Es werden Laichplätze für kieslaichende Fischarten geschaffen, Lebensräume für Kleinfische, Bruthöhlen und Ansitzwarten für Eisvögel, Lebensräume für Libellen und Schmetterlinge sowie Brutplätze für die Flussseeschwalbe.

Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass Uferverbauungen wie Mauern und Drahtschotterkörbe entfernt und durch Kiesschüttungen ersetzt werden. Am Ufer wird durch das Pflanzen von heimischen Bäumen und Sträuchern sowie das Einbringen von so genannten Raubäumen, das sind Bäume deren Krone ins Wasser ragt und deren Stamm am Ufer befestigt wird, eine Struktur geschaffen, die vielen Tier- und Pflanzenarten zu Gute kommt. Für die Flussseeschwalbe wurde ein Brutfloß gebaut, das unmittelbar vor dem Stauwehr in Rheinfelden im Fluss befestigt wurde.

Der Mensch kommt dabei auch nicht zu kurz. Die Beseitigung des harten Uferverbaues und die Gestaltung von Flachufern am Schweizer Ufer im Bereich des Campingplatzes Kaiseraugst erhöht den Erholungswert für die Bevölkerung. Diese und ähnliche Maßnahmen sind eingebettet in das ökologische Gesamtkonzept am Hochrhein. Dieses nimmt Rücksicht auf die verschiedenen Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes, der Fischerei und der Erholungsnutzung. Eine ökologische Begleitkommission betreut diese Ausgleichmaßnahmen von der Planung bis zur Umsetzung. Dort engagieren sich jeweils schweizerische und deutsche Vertreter von Umweltschutzorganisationen und Fischereiverbänden ebenso wie Mitarbeiter der regionalen Fach- und Genehmigungsbehörden und der Energiedienst AG und bringen ihr jeweiliges Fachwissen ein.
Diese und auch die in Zukunft vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen zeigen, dass der Ausbau der klimaschonenden Wasserkraft am Hochrhein Hand in Hand geht mit ökologischer Verbesserung.

Unternehmensinformation

Die Energiedienst-Gruppe beliefert in Südbaden und der Schweiz auf einer Fläche von 3.815 Quadratkilometern mehr als 750.000 Menschen mit elektrischer Energie und diversen Dienstleistungen rund um den Strom. Zu den Kunden zählen mehr als 300.000 Tarifkunden, über 2.000 Sonderkunden und 20 weiterverteilende kommunale Kunden. Rund 6,24 Milliarden Kilowattstunden Strom werden jährlich verkauft. Zur Unternehmensgruppe gehören die Energiedienst AG und die NaturEnergie AG zu hundert sowie die Watt-Deutschland GmbH zu 75 Prozent. Die Energiedienst Holding AG ist eine 76,6-Prozent-Tochter der Energie Baden-Württemberg AG in Karlsruhe und hat innerhalb des Konzerns die Marktverantwortung für das südbadische Kunden- und Netzgebiet.

Contact:

Energiedienst AG
Säckingerstraße 67
D-79725 Laufenburg
Tel.: (0 77 63) 81 - 0
Fax: (0 77 63) 81 - 25 82
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