31.07.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

31.7.2007: Aktien-News: 2G Bio-Energietechnik AG wagt sich aufs Börsenparkett - ECOreporter.de erfragt Pläne und Prognosen der Anbieterin von Technologie für die Kraft-Wärme-Kopplung

Seit heute ist die Anbieterin vonTechnologie für die Kraft-Wärme-Kopplung, 2G Bio-Energietechnik AG, im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die Aktie kostet aktuell 8,75 Euro. Das in Heek ansässige Unternehmen liefert nach eigenen Angaben Module bzw. komplette Blockheizkraftwerke ("BHKW") vornehmlich für Biogasanlagen sowie Komplettkonzepte für die Gasverwertung. Über eine Kapitalerhöhung im Rahmen einer Privatplatzierung 500.000 Aktien konnten laut ihren Angaben bei institutionellen Anlegern platziert werden. Wie Firmensprecher Jörg Bretschneider gegenüber ECOreporter.de erklärte, will die 2G Bio-Energietechnik mit dem Börsengang zum einen die Handelbarkeit dieser Anteilsscheine gewährleisten. Zum anderen eröffne dieser Schritt der Gesellschaft für die Zukunft weitere Optionen, Mittel auf dem Kapitalmarkt einzuwerben. Der Streubesitz an dem Unternehmen beträgt laut seiner Darstellung nun 12,4 Prozent. Hauptanteilseigner blieben mit jeweils rund 35 Prozent die Gründer, Christian Grotholt und Ludger Gausling; die übrigen Anteile halten Mitarbeiter und private Investoren.

Die 2G Bio-Energietechnik AG verfolgt ehrgeizige Wachstumspläne. In Zentral- und Osteuropa, in Süd- und Nordamerika ein Niederlassungs- und Servicenetzwerk aufbauen. In diesen Regionen bestünden „erhebliche Chancen insbesondere durch die Nutzung von Klär- bzw. Deponiegas. Die Betreiber erhöhen die Wirtschaftlichkeit der Anlagen durch den Verkauf von CO2-Zertifikaten, deren Rechte sie durch den Verbrauch von CO2 und Methangas erhalten“. Wie Bretschneider erläutert, sieht das Unternehmen auch einen hohen Bedarf für seine Technologie in Schwellen- oder Entwicklungsländern. Dort ermögliche die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eine dezentrale Energieversorgung und damit eine Lösung für die versorgungsschwierigkeikeiten infolge mangelnder Infrastruktur.

Ferner will die 2G Bio-Energietechnik AG KWK-Konzepte für größere Betriebe, wie Krankenhäuser, Verwaltungen bis hin zu Werkstätten oder Fabriken umsetzen. Hier nehme der Bedarf aufgrund der „deutlich verbesserten Rahmenbedingungen“ (EEG) stark z. Die 2G Bio-Energietechnik AG habe dazu das Kompaktblockheizkraftwerk "Gbox" mit 48 kW als „Beistelllösung in der Objektversorgung“ entwickelt. Die mittelgroßen Anlagen biete die 2G Bio-Energietechnik AG auch auf Contracting-Basis an. Weiteres „erhebliches Wachstumspotential erzeugt die in Deutschland ab 2008 in Kraft tretende Verordnung zur Erstellung von Energiepässen“ für Immobilien, so das Unternehmen weiter.

Die 2G Bio-Energietechnik AG wies eigene Angaben zufolge in den vergangenen Jahren deutliche Wachstumsraten auf. Von 2004 auf 2005 kletterte der Umsatz von 3,7 Millionen Euro auf 8,1 Millionen Euro. Im Jahr 2006 wurde ein Umsatz von 20,6 Millionen Euro erreicht. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,05 Millionen Euro erzielen. Als Prognose für 2007 nannte Jörg Bretschneider auf Nachfrage von ECOreporter.de einen Umsatz „über 30 Millionen Euro“. Das Ergebnis werde 2007 weiter steigen.

2G Bio-Energietechnik AG: ISIN: DE000A0HL8N9 / WKN: A0HL8N

Bildhinweis: Biogasanlage der 2G Bio-Energietechnik. / Quelle: Unternehmen
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