03.02.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

3.2.2004: Procter & Gamble brüskiert Wella-Aktionäre: Geforderte Sonderprüfung zur Übernahme zu teuer

Der US-amerikanische Konsumgüterhersteller Procter&Gamble (P&G) geht auf Konfrontationskurs zu den Wella-Minderheitsaktionären. Auf der heutigen Hauptversammlung des Darmstädter Shampoo- und Haarpflegemittel-Herstellers will die Mehrheitsaktionärin - 81 Prozent der Anteil liegen bei Proctor & Gamble - eine von den Aktionären geforderte Sonderprüfung zur Übernahme ablehnen, weil sie zu teuer sei. Das berichtet die Tageszeitung "Welt" in ihrer heutigen Ausgabe.

Proctor geht damit nicht weiter ein auf ein Angebot der Minderheitsaktionäre, zu denen amerikanische Hedge-Fonds zähle, sich entsprechend dem Aktienbesitz an den Kosten für die Sonderprüfung zu beteiligen. Die rebellischen Aktionäre wollen vor Gericht eine solche Untersuchung beantragen, falls die Hauptversammlung ihr Ansinnen ablehnt. Sie glauben, P&G würde Wella ohne Rechtsgrundlage in den Konzern integrieren. Wellas Vorstandsvorsitzender Heiner Gürtler habe die geforderte Prüfung begrüßt, so das Blatt. Er habe gehofft, sie werde ihn vom Vorwurf der Pflichtverletzung bei der Wella-Übernahme befreien. P&G hatte Forderungen, das Angebot von 65 Euro pro Vorzugsaktie an die Minderheitsaktionäre zu erhöhen, ebenfalls abgelehnt.
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