03.03.04

3.3.2004: Meldung: Gelsenwasser veröffentlicht Bilanz 2003

Die GELSENWASSER AG präsentierte heute auf ihrer Bilanz-Pressekonferenz die Daten für das Geschäftsjahr 2003. Das Unternehmen erzielte erneut das beste Ergebnis seiner Geschichte: Der Umsatz des GELSENWASSER-Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr um 14,8 Mio. EUR auf 396,6 Mio. EUR, der Jahresüberschuss erhöhte sich um 7,5 Mio. EUR auf 47,2 Mio. EUR. Dazu Prof. Hartmut Griepentrog, Vorstandsvorsitzender der GELSENWASSER AG: "Dieses Unternehmen ist exzellent aufgestellt, hat alles Notwendige, um auch in Zukunft Erfolg zu haben. Die Entwicklung der letzten fünf Jahre - Unternehmenskultur: Wille zu Leistung und Qualität, Dienst am und für den Kunden, Dividende, Jahresüberschuss, Wachstum - haben wir gut gemeistert."

Den Aktionären wird aufgrund des positiven Ergebnisses auf der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 7,50 EUR je Aktie vorgeschlagen. Auch für 2004 erwartet der Vorstand einen weiterhin zufriedenstellenden Geschäftsverlauf.

Gas- und Wasserabsatz über Vorjahresniveau

Der Wasserabsatz des GELSENWASSER-Konzerns stieg 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 Mio. m³ (4,7 %). Diese positive Entwicklung beruht vor allem auf der erhöhten Nachfrage von 9,3 Mio. m³ durch Kraftwerke und die Eisen- und Stahlindustrie auf insgesamt 97,9 Mio. m³. Aufgrund des warmen Sommers verbrauchten auch die Haushalte mit 65,5 Mio. m³ rund 1 Mio. m³ mehr Trinkwasser.

Zur langfristigen Sicherung des Bereichs Wasserversorgung sind 2003 vier Konzessionen verlängert worden, so die Verträge zur Trinkwasserlieferung mit den münsterländischen Gemeinden Lüdinghausen und Olfen um jeweils 25 Jahre sowie die Verträge mit der Stadt Rietberg und der Gemeinde Verl um jeweils 20 Jahre. Ein wichtiges Element zur Absicherung der Wassergewinnungspotenziale war die Erneuerung des Entnahmerechts von jährlich max. 5,4 Mio. m³ Grundwasser aus der Hohen Mark für weitere 30 Jahre.

Die Steigerung im Gasabsatz fällt mit 5.007 Mio. kWh (1 %) trotz Kundenzuwächsen und um 0,7° C niedrigerer Tagesmitteltemperaturen relativ gering aus. Dies ist auf den Einbau Energie sparender Heizkessel sowie auf verbesserten Wärmeschutz zurückzuführen, die den Verbrauch insgesamt senken. Durch die Gewinnung von 4.000 Neukunden konnte die Gasversorgungsquote - also die Zahl der mit Gas versorgten Haushalte, bezogen auf die Gesamtzahl der Haushalte im Versorgungsgebiet - von 57,4 % auf 58,7 % (Bundesdurchschnitt 46,6 %) gesteigert werden.

Neue Projekte erfolgreich akquiriert

GELSENWASSER konnte mit dem Erfolg in einer der bislang größten Teilprivatisierungen im Abwassersektor in Deutschland die Abwassersparte weiter systematisch ausbauen. Im Zuge der europaweiten Ausschreibung zur Teilprivatisierung der Stadtentwässerung Dresden GmbH (SEDD) (480.000 Einwohner) setzte sich das Unternehmen gegen internationale Konkurrenz durch und wird sich mit 49 % an ihr beteiligen.

In Emmerich am Rhein nimmt GELSENWASSER gemeinsam mit der Stadt den Abwasserbetrieb auf, sobald alle behördlichen Genehmigungen vorliegen. Mit der Gründung der Technische Werke Emmerich am Rhein GmbH (TWE), an der das Unternehmen zu 49,9 % beteiligt ist, sind die Voraussetzungen für die Teilprivatisierung der Abwasserentsorgung in Emmerich getroffen worden.

Ab 1. April 2004 wird GELSENWASSER in Gelsenkirchen erstmalig in einer Großstadt die Verantwortung sowohl für die Trinkwasserversorgung als auch für die Abwasserentsorgung innehaben. Damit entsteht für die zukünftige Entwicklung eine wichtige Referenz.

Wechsel des Mehrheitsaktionärs

Seit September 2003 gehört die große Mehrheit der GELSENWASSER-Aktien der Wasser und Gas Westfalen GmbH, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Bochum und den Dortmunder Stadtwerken. Prof. Hartmut Griepentrog: "Wir haben dieses große Engagement unserer langjährigen Partner positiv aufgenommen und dies bis heute nicht bereut. Wir erfahren volle Unterstützung für die eingeschlagene Strategie des Unternehmens und werden die Expansion an den Märkten Wasser, Abwasser und Gas fortsetzen."
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