03.05.03

3.5.2003: Linientreu - Scheidender Eon-Chef bekräftigt Bekenntnis zu Kohle und Kernenergie

"Einige Berliner Politiker streben eine ökologische Staatswirtschaft an." Diese Überzeugung vertrat Ulrich Hartmann, scheidender Vorstand der Eon AG (ISIN DE0007614406 / WKN 761440 ), auf der Hauptversammlung des Energiekonzerns am Mittwoch in Essen. Wie das manager-magazin in seiner Onlineausgabe berichtet, nutzte der 64-jährige Hartmann seinen letzten Auftritt vor der Amtsübergabe an Wulf Bernotat für eine energiepolitische Standortbestimmung. Die Brüsseler Wettbewerbspolitik sieht Hartmann dem Bericht zufolge als "Strangulierung", die ihm große Sorge bereite. Als Beispiel habe er das "Gezerre um die Ruhrgas-Übernahme" angeführt, so das Blatt, dies sei ein "einmaliges kartellrechtliches Schauspiel".

Deutliche Worte auch zur Rolle der Erneuerbaren Energien. Sein Unternehmen investiere zwar auch in Windparks, erklärte der Chef des Atomkonzerns laut dem manager-magazin; Sonne, Wind und Wasser seien aber nicht geeignet, eine ausreichende Stromversorgung sicherzustellen. Der altgediente Manager blieb bei seiner Überzeugung: Die tragenden Säulen im Energie-Mix seien Kohle und Kernenergie. Die anwesenden Eon-Aktionäre hätten beide Statements mit reichlich Applaus quittiert, so der Bericht. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand bleibt Konzernlenker Hartmann der Eon AG in verantwortlicher Position erhalten: er ist Nachfolger des 72-jährigen Klaus Liesen als Vorsitzender des Eon-Aufsichtsrats.
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