03.05.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

3.5.2006: Spezialistin für Oberflächenbeschichtungen Roth & Rau AG will beim Börsengang 1,47 Millionen Aktien platzieren - 525.000 von Altaktionären

Bis zu 1,325 Millionen nennwertlose Inhaber-Stammaktien will das Solarunternehmen Roth & Rau AG im Rahmen seines Börsengangs platzieren. Wie die Spezialistin für Oberflächenbeschichtungen mit Sitz im sächsischen Hohenstein-Ernstthal bekannt gab, werden die Aktien den Anlegern vom 2. bis 9. Mai 2006 angeboten. Die Bookbuildingspanne liege bei 32 Euro bis 36 Euro je Aktie. Erster Handelstag wird voraussichtlich der 11. Mai sein. Nach erfolgter Erstnotiz fließe dem Unternehmen ein Emissionserlös in Höhe von 25,6 bis 28,8 Millionen Euro zu. Die Roth & Rau AG wird bei der Emission von der Landesbank Baden-Württemberg als Konsortialführer und Bookrunner sowie der equinet Securities AG als Co-Manager begleitet. Im vorbörslichen "Handel per Erscheinen" der Düsseldorfer Lang & Schwarz Wertpapierhandel AG wurde für die Aktien ein Briefkurs (Angebot) von 42 Euro und ein Geldkurs (Nachfrage) von 40 Euro notiert.

Aktionären der Rohwedder AG stehe ein Bezugsrecht zu, hieß es weiter; für je elf Rohwedder-Aktien können sie eine Aktie der Roth & Rau AG bevorrechtigt zum Ausgabepreis erwerben. Nach vollständiger Platzierung aller angebotenen Aktien (inklusive Greenshoe) werde der Freefloat etwa 57,6 Prozent betragen, so die meldete das Unternehmen. Die Erstnotiz sei für den 11. Mai im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse geplant.

Von den bis zu 1,325 Millionen angebotenen Aktien stammen den Angaben zufolge bis zu 800.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Weitere bis zu 375.000 Aktien würden von der Rohwedder AG abgegeben, die als Mehrheitsaktionär vor Durchführung des Angebots 60 Prozent des Grundkapitals der Roth & Rau AG halte. Das Angebot umfasse ferner eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 150.000 Aktien, die aus dem Bestand der Altaktionäre stammten. Die Rohwedder AG habe sich verpflichtet, eine Lock-up-Period von sechs Monaten einzuhalten, berichtete Roth & Rau. Die Unternehmensgründer wollten während der nächsten zwölf Monate keine Aktien verkaufen.

"Mit den zufließenden Mitteln aus dem geplanten Börsengang wollen wir unsere Weltmarktführerschaft bei Antireflexbeschichtungsanlagen weiter ausbauen", so Dr. Dietmar Roth, CEO der Roth & Rau AG. Daneben stehe die Entwicklung des Unternehmens zum Top-Anbieter von schlüsselfertigen Produktionslinien für die kostengünstige Massenproduktion von Solarzellen im Vordergrund. Mit Hilfe eines Teils des Emissionserlöses wolle man ferner die Aktivitäten im Bereich der ausweiten, so die Meldung. Die Erweiterung des Technologie-Portfolios solle unter anderem durch Akquisitionen erfolgen. Im Geschäftsfeld Plasma- und Ionenstrahltechnologie will das Unternehmen den Angaben zufolge vor allem neue Einsatzbereiche in den Branchen Präzisionsoptik und Medizintechnik erschließen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Markteinführung eines neuartigen Verfahrens zur Härtung von Lacken im Automobilbau.

Roth & Rau AG: WKN A0JCZ5 / ISIN DE000A0JCZ51
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