03.05.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

3.5.2006: UmweltBank AG wächst 2005 zweistellig bei Umsatz und Gewinn - 30 Prozent mehr Förderprojekte

Die Nürnberger UmweltBank AG ist im Geschäftsjahr 2005 kräftig gewachsen. Das börsennotierte grüne Geldhaus steigerte die Bilanzsumme eigenen Angaben zufolge nach testierten Zahlen um 17,9 Prozent auf 684,7 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern verbesserte sich um 24,4 Prozent und betrug 2,7 Millionen Euro. Das Geschäftsvolumen wuchs um 21,3 Prozent auf 787,6 Millionen Euro. Die Bank will ihren rund 5000 Aktionären für 2005 eine Dividende von 50 Cent je Aktie zahlen, nach 38 Cent im Vorjahr.

Die Nürnberger Banker führen ihren stetig wachsenden Erfolg auf ein "ungebrochenes und ständig steigenden Interesse der Kunden an günstigen Krediten für Solaranlagen, Ökohäuser und andere ökologische Projekte" zurück. "Praktisch jeder Kunde, der eine Solaranlage auf seinem Haus errichten möchte, bekommt durch uns die Möglichkeit dazu", erklärt Vorstand Horst P. Popp. Die UmweltBank sei in diesem Bereich eine Förderbank und biete ihren Kunden die gleichen Konditionen wie die KfW-Bank. Sie sei allerdings durch den Verzicht auf Refinanzierung schneller und unbürokratischer.

Bis Ende 2005 förderte die UmweltBank laut der Meldung bundesweit 4836 Umweltprojekte, 1250 seien allein im vergangenen Jahr dazu gekommen. Den größten Anteil am Kreditvolumen hatte 2005 die Sonnenenergie mit 29 Prozent, gefolgt vom privaten ökologischen Hausbau und der energetischen Altbausanierung mit 28 Prozent sowie der Windkraft mit 20 Prozent. Insgesamt sagte die Bank bis zum Jahresende 2005 Kredite von 556,3 Millionen Euro zu, eine Steigerung von 32,7 Prozent. Die bereits ausgezahlten Kredite erhöhten sich um 29,3 Prozent von 362,6 Millionen Euro auf 469,0 Millionen Euro.

Gewachsen sind zudem die grünen Geldanlagen der UmweltBank-Kunden. Das Anlagevolumen der bankeigenen ökologischen Sparangebote stieg 2005 um 20,6 Prozent auf 453,2 Millionen Euro. Weitere 54,3 Mio. Euro investierten UmweltBank-Kunden über Genussscheine oder geschlossene Fonds direkt in Umweltprojekte wie Solar-, Windenergie- oder Biogasanlagen sowie in ökologisch orientierte Investmentfonds und Altersvorsorge, eine Steigerung von 39,9 Prozent. Im Bereich der Vorsorge waren im vergangenen Jahr die Riester-Produkte besonders erfolgreich: dort stiegen die Abschlüsse um 234 Prozent.

Die Aktie des Nürnberger Bankhauses befindet sich seit Monaten im Steigflug. Von 9,82 Euro am 3. Mai 2005 kletterte der Kurs an der Frankfurter Börse auf zuletzt 18,80 Euro (3. Mai 2006; 9:32 Uhr). Damit liegen die Papiere fast 100 Prozent im Plus.

UmweltBank AG: ISIN DE0005570808 / WKN 557080

Bild: Sitz der UmweltBank AG in Nürnberg / Quelle: Unternehmen
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x