03.05.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

3.5.2007: Hoffnung für Fannie-Mae-Aktionäre: US-Börsenaufsicht verteilt Millionen-Strafzahlung an Investoren

Die US-Börsenaufsicht SEC wird möglicherweise bald beginnen, rund 357 Millionen Dollar an Fannie-Mae-Aktionäre auszuzahlen. Das Geld stammt nach US-Medienberichen aus einer 400-Millionen-Dollar-Strafe, die der Hypothekenfinanzierer wegen angeblichen Bilanzbetrugs als Vergleich an die Behördenaufsicht gezahlt hat. Dem Unternehmen war vorgeworfen worden, falsche Bilanzen vorgelegt und damit Aktionäre unrechtmäßig zum Kauf seiner Aktien bewogen zu haben (wir berichteten ausführlich, unter anderem im ECOreporter.de-Beitrag vom 9. März 2006 ). Profitieren könnten Marktteilnehmer, die zwischen dem 14. Januar 1999 und dem 22. Dezember 2004 Aktien von Fanny Mae gekauft haben. Ebenso betroffen sind Käufer von Vorzugsaktien aus der Zeit vom 25. September 2003 und dem 22. Dezember 2004.

Mittlerweile überarbeitet Fannie Mae die Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre. Nun legte das Institut den korrigierten Jahresabschluss 2005 vor. Demnach stieg der Nettogewinn 2005 von fünf Milliarden im Vorjahr auf 6,3 Milliarden Dollar. 2006 werde der Gewinn voraussichtlich niedriger ausfallen, heißt es weiter. Fannie Mae kündigte gleichzeitig eine erhöhte Dividende von 0,50 Dollar an.

Im Dezember hatte Fannie Mae die Gewinnangaben für die Jahre bis 2004 deutlich reduzieren müssen (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 8. Dezember). Das Unternehmen reichte mittlerweile auch Klage gegen seine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ein.

Die Aktie gewann heute morgen 0,67 Prozent auf 43,39 Euro hinzu (9:02 Uhr) und notiert damit rund acht Prozent über ihrem Vorjahresniveau.

Fannie Mae: ISIN US3135861090 / WKN 856099
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