03.07.07 Erneuerbare Energie

3.7.2007: Das große Fressen - Studie zu Übernahmen im Erneuerbare Energie Markt nennt Trends und wichtige Akteure

Eine Analyse der Unternehmensübernahmen im Erneuerbare Energie Markt hat die internationale Beratungsgesellschaft Ernst & Young veröffentlicht. In der ECOreporter.de vorliegenden Studie wird unter anderem festgestellt, dass sich das jährliche Transaktionsaufkommen in diesem Markt seit der Neufassung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) vor drei Jahren mehr als verdoppelt hat. Allein in 2006 sei die Anzahl der Übernahmen um 50 Prozent auf 171 Unternehmen angestiegen. In diesem Jahr wird diese zahl der Studie zufolge voraussichtlich auf 200 Erwerbe anwachsen. Mit 30 Prozent der Übernahmen sei Deutschland führend, insbesondere im Photovoltaikmarkt. Hier hätten seit 2001 deutsche Firmen im Ausland zehnmal mehr Übernahmen getätigt als umgekehrt deutsche Unternehmen von ausländischen erworben worden seien. Im Solarmarkt dienen der Studie zufolge die Übernahmen überwiegend der Sicherung des Rohstoffbedarfs, der weiteren Marktdurchdringung und der Erschließung von Auslandsmärkten. In Zukunft sei mit zunehmenden Übernahmeaktivitäten insbesondere i Bereich der Systemdienstleister zu rechnen.

Auch im Biogasmarkt sind laut Ernst & Young erste Konsolidierungstrends zu erkennen. Von den seit 2001 registrierten 31 Erwerben in diese Sektor sei über die Hälfte in den letzten zwölf Monaten erfolgt. In 15 Fällen seien hier Projektierungsunternehmen übernommen worden. Im Windkraftsektor erwarten die Autoren der Studie eine Fortsetzung der Konsolidierung unter den Herstellern von Windturbinen, insbesondere aber unter den Zulieferern. Von den seit 2001 erfolgten Übernahmen im Bereich der Erneuerbaren Energien erfolgte laut der Studie 60 Prozent im Windmarkt. Wie festgestellt wird, sind Energieversorger und Finanzinvestoren bislang die größten Investorengruppen im Erneuerbare Energien Markt. Windparks und Windkraftprojektierer bildeten deren Schwerpunkte, sie verfügten Ende 2006 bereits über knapp 30 Prozent der weltweiten Windkraftkapazität.

Wie die Studie feststellt, liegt bei der gesamten Erzeugungskapazität der Energieversorger und Finanzinvestoren im Bereich der Erneuerbare Energien die spanische Iberdrola mit 4.434 MW weltweit an der Spitze. Es folgen die US-amerikanische Florida Power & Light mit 4.300 MW und die australische Babcock mit 1.631 MW. Auch die britische Scottish Power/PPM, die vor der Zerschlagung stehende Endesa aus Spanien, die japanische Eurus Energy und die iberische EDP Energias de Portugal verfügen über mehr als 1.000 MW.

Erst vor kurzem hatte eine aktuelle Untersuchung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG festgestellt, dass es in der Energiebranche es in den nächsten Jahren weltweit verstärkt zu Übernahmen kommen wird. Wir berichteten darüber im ECOreporter.de-Beitrag vom 26. Juni.

Bildhinweis: Die ausreichende Versorgung mit Silizium zu gewährleisten ist ein wichtiger Anreiz für Übernahmen in der Photovoltaikbranche. / Quelle: Wacker Chemie AG
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