03.09.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

3.9.2007: Erneuerbare Energien: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar): Industriesektor Neue Energien kann langfristig den Fahrzeugbau überflügeln – starkes Wachstum im ersten Halbjahr

Die deutsche Solarwirtschaft hat die Solarzellenproduktion in Deutschland im ersten Halbjahr 2007 um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Das berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar), Berlin, anlässlich der „European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition“ vom 3. bis 7. September in Mailand. Laut aktuellen Erhebungen hätten die deutschen Solarzellen-Produzenten von Januar bis Juni dieses Jahres Zellen mit einer Gesamtleistung von rund 300 Megawatt hergestellt, so der BSW. Bereits jede vierte weltweit installierte Solarzelle stamme damit aus deutscher Fertigung.

Wie der BSW weiter meldet, öffnen sich international neue Märkte für Photovoltaikprodukte. Der Europäische Dachverband der Photo­voltaikindustrie EPIA erwarte eine Verdopplung des Weltmarktes innerhalb der nächsten drei Jahre. Für 2010 rechne EPIA mit einem Weltmarkt von 5,6 Gigawatt. Ein jährliches globales Marktwachstums von 20 Prozent sehe die Schweizer Bank Sarasin voraus. Nach Ansicht der Unternehmensberatung Roland Berger entwickele sich die Solartechnik zu einer „Leitindustrie“, die zusammen mit anderen Erneuerbaren Energien von Umsatz und positiven Beschäftigungseffekten her langfristig klassische Industriebranchen wie den Fahrzeugbau überflügeln kann.

Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft: „Bis Mitte dieses Jahrhunderts kann ein Drittel des weltweiten Energiebedarfs aus Solarenergie gedeckt werden. Das sind gute Langfristperspektiven und ausgezeichnete Exportaussichten für die deutsche Solarindustrie.“

Um weiter eine dominierende Rolle am Weltmarkt zu spielen, setzt die deutsche Solarwirtschaft laut der Meldung auf Expansion: Fünfzehn neue Solarfabriken würden bis 2008 am Standort Deutschland entstehen. Zusammen mit dem Ausbau bestehender Fabriken bedeute das ein Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro. Die Expansionsgeschwindigkeit, intensive Forschungsaktivitäten und eine enge Zusammenarbeit mit dem solartechnisch führenden deutschen Maschinen- und Anlagenbau trügen dazu bei, den deutschen Technologievorsprung am Weltmarkt gegenüber der Konkurrenz aus Fernost zu sichern. Allein in diesem Jahr investiere die Photovoltaik-industrie rund 100 Millionen Euro in Forschung & Entwicklung. Bereits heute würden rund 40 Prozent der deutschen Solarzellen exportiert. Mittelfristig würden diese Raten wie im Maschinenbau und bei der Windkraft auf über 70 Prozent anwachsen, so die Erwartungen deutscher Solarunternehmer.

Bild: Produktion von Solarzellen im Reinstraum bei der SolarWorld-Tochter Deutsche Solar in Freiberg / Quelle: Unternehmen
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