03.09.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

3.9.2007: Wochenrückblick: aleo solar AG hebt Umsatzprognose an – ersol Solar Energy AG und Solon AG schließen Liefervertrag mit einer Milliarde Volumen – starkes Wachstum bei Umsatz und Gewinn für Sto AG und Interseroh AG

In der vergangenen Börsenwoche hat sich der DAX mit plus 1,74 Prozent und 7519,94 Punkten deutlich erholt. Der Dow-Jones-Index hat sich im Wochenverlauf demgegenüber nur leicht um 0,02 Prozent auf 13.238,73 Punkte verbessert. Der japanische Nikkei-Index gab 1,00 Prozent ab und schloss mit 16.153,82 Punkte. Erdöl verteuerte sich erheblich. Nach 69,58 US-Dollar pro Barrel zum Ende der Vorwoche kletterte der Preis bis letzten Freitag auf 72,38 Dollar (plus 4,02 Prozent; Sorte "Brent Crude Oil"). Kupfer (Copper Grade A) wurde mit 7.577,50 Dollar pro Tonne 2,68 Prozent teurer gehandelt als in der Vorwoche (7.379,25 Dollar). Ein Euro kostete 1,3628 Dollar, 0,0013 Euro weniger als zum Ende der Vorwoche.

Die kanadischen Unternehmen NaiKun Wind Energy Group und Enmax Corporation haben einen Kooperationsvertrag zur Errichtung des Offshore-Windkraftprojektes NaiKun geschlossen. In der Wasserstraße Hecate Strait im Pazifik wollen die Partner die erste Phase des Projekts mit einer Kapazität von 320 Megawatt (MW) realisieren.

Zwei Aufträge zur Lieferung von Spannungskontrollsystemen für Windparks hat die US-amerikanische American Superconductor Corporation erhalten. Wie das Unternehmen aus Westborough in Massachusetts mitteilte, ist eines der Systeme für einen 60-MW-Windpark in Wyoming vorgesehen, das zweite werde für ein 48-MW-Projekt in Schottland benötigt.

Die kanadische AAER Inc. hat im zweiten Quartal 2007 einen Nettoverlust von 0,8 Millionen Dollar verbucht (Vorjahreszeitraum: 0,5 Millionen). Das Windkraftunternehmen generiert noch keine Umsätze, aktuell wird die Produktion eigener Windkraftanlagen vorbereitet.

Die aleo solar AG hat ihre Umsatzprognose für 2008 von bisher 240 auf 250 bis 270 Millionen Euro angehoben. Der Auslandsanteil soll dabei 35 Prozent betragen und bis Ende 2010 auf 50 Prozent steigen. Für ein Solarprojekt im belgischen Ninove hat aleo solar AG eigenen Angaben zufolge Solarmodule mit 110 Kilowatt Leistung geliefert.

Trotz einer Umsatzverdopplung im Jahresvergleich rutschte die chinesische China Sunergy Co. Ltd. im zweiten Quartal 2007 in die roten Zahlen. Laut der Solarzellenproduzentin aus Nanjing stieg der Umsatz um 100,9 Prozent auf 56,2 Millionen US-Dollar. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) verschlechterte sich von plus 2,5 auf minus 1,4 Millionen Dollar. Der Nettoverlust belief sich auf 3,5 Millionen Dollar (Vorjahr: plus 1,8 Millionen Dollar). Negativ ausgewirkt hätten sich vor allem Preissenkungen im Verkauf und Lieferengpässe beim Silizium. Statt sechs sollten nun vier weitere Produktionslinien gebaut werden, so China Sunergy. Bis 2008 solle die Kapazität auf 160 bis 170 MW wachsen.

Die Solar-Fabrik AG aus Freiburg will ihr Kapital um bis zu 4,45 Millionen Euro erhöhen. Die Aktien werden den Altaktionären bis 13. September angeboten. Der Bezugspreis steht noch nicht fest. Die Erlöse will das Unternehmen unter anderem zur Absicherung von Siliziumlieferungen und zum Ausbau der Produktion verwenden.

Ein Umsatzplus von 247 Prozent auf 2,7 Milliarden Schweizer Franken (CHF) verbuchte die Schweizer OC Oerlikon Management AG im ersten Halbjahr. Das Unternehmen aus Pfäffikon steigerte demnach das EBIT um 83 Prozent auf 231 Millionen CHF. Die Solarsparte Oerlikon Solar verfünffachte ihren Halbjahresumsatz auf 127 Millionen CHF. Dem Ausbau des Solargeschäfts komme höchste Priorität zu, so Oerlikon. Für 2007 rechnen die Schweizer mit einem Solar-Umsatz von über 300 Millionen CHF.

Einen Auftrag zur Lieferung von Drahtsägen für Wafer im Wert von 20 Millionen CHF (12,24 Millionen Euro) hat die Schweizer Meyer Burger AG aus Japan erhalten. Auftraggeberin ist die Space Energy Corporation mit Sitz in Tokio. Die Maschinen sollen bis Ende 2008 geliefert werden.

Die deutschen Solarunternehmen ersol Solar Energy AG und Solon AG haben einen Vertrag im Volumen von rund einer Milliarde Euro geschlossen. Die Erfurter ersol wird demnach ab 2009 über einen Zeitraum von elf Jahren monokristalline Silizium-Solarzellen an den Berliner Modulproduzenten liefern. Das Auftragsvolumen von ersol für Solarzellen wuchs mit dem neuen Vertrag auf rund 2,8 Milliarden Euro.

Wafer im Wert von 495 Millionen US-Dollar soll die chinesische LDK Solar bis 2009 an die Neo Solar Power aus Taiwan liefern. Wie LDK aus Xinyu City und Sunnyvale in Kalifornien berichtete, bedeutet der Vertrag für Neo Solar Power eine bedeutende Sicherung seiner Siliziumzufuhr.

Die 3S Swiss Solar Systems hat den Umsatz im ersten Halbjahr um 161 Prozent auf 9,9 Millionen CHF gesteigert. Der Gewinn der Produzentin von Produktionsanlagen für Solarmodule aus Lyss kletterte auf 0,97 Millionen CHF. 3S Swiss Solar erhöhte das Umsatzziel für 2007 von 19 auf 23 Millionen CHF, der Gewinn soll statt auf 1,5 auf 2,3 Millionen CHF steigen.

Die Emcore Corporation hat einen Auftrag im Wert von 24 Millionen Dollar aus Australien erhalten. Das Unternehmen aus Albuquerque in New Mexico soll demnach drei Millionen Solarzellen mit 105 MW Leistung an die Green and Gold Energy liefern. Die Zellen seien für das Konzentrationssystem SunCube von Green and Gold optimiert worden.

Die Arise Technologies Corp. hat mit dem Bau ihrer Solarzellenfabrik in Bischofswerda begonnen. Das Solarunternehmen aus Ontario will bis 2009 eine Gesamtleistung von 125 MW an dem Standort aufbauen, bis 2012 sollen mit acht Produktionslinien 360 MW erreicht werden.

Die Schmack Biogas AG hat laut ihren endgültigen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr den Umsatz um 97 Prozent auf 55,8 Millionen Euro gesteigert. Der EBIT-Verlust fiel mit 10,7 Millionen etwas besser aus als vorläufig gemeldet. Im Gesamtjahr rechnet Schmack nun mit 140 bis 150 statt wie ursprünglich prognostiziert 150 bis 170 Millionen Euro Umsatz. Das EBIT werde voraussichtlich minus sechs Millionen Euro betragen.

Die EnviTec Biogas AG hat im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 92,4 Prozent auf 65,6 Millionen Euro erzielt. Das EBIT stieg um 48,7 Prozent auf 11,3 Millionen Euro. Im Gesamtjahr will EnviTec den Umsatz um 60 Prozent auf 160 Millionen Euro erhöhen; das EBIT soll auf 27,5 Millionen Euro klettern. Das Unternehmen setzt auf wachsendes Geschäft im Ausland. 2008 sollen 15 bis 20 Prozent der Erlöse außerhalb der Landesgrenzen erwirtschaftet werden.

Der Biokraftstoffhersteller Verbio Vereinigte BioEnergie AG prüft Investitionen in Werke in Osteuropa. Wie Unternehmenssprecherin Alexandra Mühr gegenüber ECOreporter.de mitteilte, reist Verbio-Vorstand Claus Sauter derzeit durch verschiedene osteuropäische Länder und klärt Optionen für ein Engagement. Osteuropa sei interessant, weil es dort „starke Agrarländer“ gebe, so Mühr, entschieden sei noch nichts.

Die Schweizer Fortune Management AG hat im ersten Halbjahr ein Minus von rund 10,98 Millionen Euro ausgewiesen (Vorjahr: plus 11,34 Millionen Euro). Der Umsatz kletterte durch die Konsolidierung der Biodieselaktivitäten von 2,1 auf 62,1 Millionen Euro. Im Gesamtjahr will das Unternehmen das Jahresergebnis von 2006 übertreffen.

Einen Umsatzrückgang von 532.000 auf 82.000 Euro berichtete die österreichische Teakholz International AG (THI) für ihr drittes Geschäftsquartal 2007. Die Betriebsleistung des Tropenholzunternehmens ging demnach von 518.000 auf 270.000 Euro zurück. Als Gründe führte THI eine veränderte Geschäftsstrategie und Konzernstruktur an. Der Betriebsgewinn drehte von plus 0,13 Millionen Euro nach minus 2,27 Millionen Euro.

Eine Beschichtungsanlage für flexible Bildschirme, die gedrucktem Papier näher kommen sollen als bisherige Produkte, soll die Aachener Aixtron AG an die Plastic Logic Ltd. liefern. Plastic Logic mit Sitz im britischen Cambridge wolle in Dresden eine Fabrik für Plastikelektronik für elektronisches Papier im Wert von 100 Millionen US-Dollar erstellen.

Die Kartonherstellerin Mayr-Melnhof Karton AG, Wien, hat ihr Grundkapital von 96 auf 88 Millionen Euro gesenkt. Hierzu wurden zum 30. August zwei Millionen Aktien, die Mayr-Melnhof selbst hielt, eingezogen.

Ein Umsatzplus von 99 Prozent auf 15 Millionen Euro meldete die chinesische ZhongDe Waste Technology AG für das erste Halbjahr. Laut der Spezialistin für Müllentsorgungsanlagen wuchs der Nettogewinn um 196 Prozent auf 8,8 Millionen Euro zu. Der Auftragseingang sei um 55 Prozent auf 18,9 Millionen Euro gestiegen.

Die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG hat den Umsatz im ersten Halbjahr um 32,3 Prozent auf 78,93 Millionen Euro gesteigert. Laut dem Unternehmen aus Sangerhausen stieg das EBIT um 46,8 Prozent auf 5,68 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 6,5 auf 7,2 Prozent. Der Periodenüberschuss wuchs um 47,9 Prozent auf 2,87 Millionen Euro.

Der Betreiber von Bio-Supermärkten Whole Foods Market Inc. hat 84,1 Prozent der Aktien des Konkurrenten Wild-Oats Markets übernommen. Weitere 12,7 Prozent würden innerhalb einer Garantieübertragung in den Whole-Foods-Bestand übergehen, hieß es. Wild Oats werde dann vom Börsenhandel gestrichen.

Der Umsatz der Spezialistin für die Aufbereitung von Aluminium-Salzschlacken, Agor AG, ist im ersten Halbjahr auf 24,3 Millionen Euro gesunken (2006: 24,56 Millionen). Das EBIT fiel von 0,36 auf minus 0,16 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern verschlechterte sich von minus 0,67 auf minus 0,8 Millionen Euro.

Die Kölner Interseroh AG berichtete einen Umsatzsprung von 572,4 auf 900,9 Millionen Euro für das erste Halbjahr. Das EBIT stieg von 17,3 auf 38 Millionen Euro. Interseroh sieht Wachstumschancen in Osteuropa. Neben Polen seien vor allem die baltischen Staaten interessant, hieß es.

Die US-amerikanische Energy Conversion Devices hat im Geschäftsjahr zum 30. Juni den Umsatz auf 113,6 Millionen Dollar gesteigert (2006: 102,4 Millionen). Der Nettoverlust des Unternehmens aus Rochester Hills kletterte von 18,6 auf 25,2 Millionen Dollar. Die Solarsparte United Solar Ovonic hatte den Angaben zufolge mit 91,2 Millionen Dollar den Hauptanteil am Umsatz.

Die Sto AG hat in den ersten sechs Monaten mehr als dreimal soviel verdient wie im Vorjahreszeitraum. Laut der Spezialistin für Wärmedämmverbundsysteme aus Stühlingen sprang das Nettoergebnis von 4,1 auf 14,5 Millionen Euro. Der Konzernumsatz stieg auf 417,2 Millionen Euro (Vorjahr: 366,7 Millionen). Das EBIT kletterte von 10,5 auf 23,4 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Sto einen Rückgang der Marktdynamik.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.


Bilder: Standort Prenzlau der aleo solar AG; fassadenintegrierte Solaranlage der 3Swiss Solar AG; Weißblechrecycling bei Interseroh / Quelle: Unternehmen

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
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