04.01.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

4.1.2006: REpower Systems AG: Umsatzprognose über zehn Prozent erhöht - 2005 insgesamt 201 Windräder aufgestellt - Vorstandschef Vahrenholt für weitere Kernkraftnutzung

Der Hamburger Windanlagenbauer REpower Systems AG hat 2005 insgesamt 201 Windenergieanlagen aufgestellt. Laut einer Meldung des börsenotierten Unternehmens wurde damit das Aufstellungsziel von 200 Anlagen wurde knapp überschritten; in 2004 hatten die Hamburger eigenen Angaben zufolge 166 Windturbinen aufgebaut. Aufgrund von Lieferengpässen und Wetterwidrigkeiten habe sich die Errichtung weiterer Windräder in das Geschäftsjahr 2006 verschoben, so REpower. Dies betreffe insgesamt 25 Windenergieanlagen. Durch die Anwendung der so genannten Percentage-of-Completion-Methode könnten die geplanten Umsatz- und Ergebnisbeiträge dieser Windenergieanlagen teilweise realisiert werden.

Wie das Unternehmen weiter meldete, erhöhte sich die installierte Leistung im Geschäftsjahr 2005 überproportional um 33,3 Prozent von 274,5 auf 366 Megawatt (MW). Grund sei der steigenden Umsatzanteil der 2 Megawatt MM-Baureihe, so REpower. Im Ausland seien 142 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 265 MW errichtet worden, berichten die Hamburger. Damit sei Auslandsanteil bezogen auf die installierte Leistung von 31,9 Prozent im Jahr 2004 auf nun 72,4 Prozent gewachsen. Hauptumsatzträger für das Unternehmen war der französische Windenergiemarkt, dort seien 129,5 MW installiert worden. Es folgten Deutschland (101 MW), Großbritannien (34 MW), Italien (30 MW) und Portugal (20 MW). Die übrigen Windenergieanlagen verteilten sich auf Japan, China, Australien, Belgien und Tschechien.

Im laufenden Geschäftsjahr 2006 will die REpower Systems AG "mindestens 250 Windenergieanlagen" errichten - die in 2005 verschoben 25 nicht eingerechnet. Die Hamburger erhöhten ihre Umsatzprognose von zuvor 400 Millionen Euro auf rund 450 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) werde voraussichtlich etwa 13 Millionen Euro betragen, so REpower. Die Umsatz- und Ergebnisziele für 2006 enthielten keine wirtschaftlichen Effekte aus den Aufstellungsverzögerungen, diese könnten daher zu einer weiteren Ergebnisverbesserung führen.

Im "Tagesspiegel" vom Mittwoch plädierte REpower-Chef Fritz Vahrenholt anlässlich des Streits um russisches Gas für eine weitere Nutzung der Kernkraft ausgesprochen. "Daran führt kein Weg vorbei", sagte er derm Tagesspiegel. "Verlängerte Laufzeiten von fünf bis acht Jahren wären eine wichtige Brücke für die Erneuerbaren, um in dieser Zeit wettbewerbsfähig zu werden." Darüber hinaus forderte Vahrenholt laut Tagesspiegel auch eine weitere Nutzung von Stein- und Braunkohle. "Neben den erneuerbaren Energien sind sie die einzigen Energieträger, die wir in Deutschland haben", sagte er der Zeitung. Er fuhr fort: "Schon jetzt haben wir Gas überfordert. Wir nutzen es zum Heizen in Wohnungen, in Erdgasautos und bei der Stromerzeugung - das ist zu viel für einen einzelnen Energieträger."

REpower Systems AG: ISIN DE0006177033 / WKN 617703
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