04.02.02

4.2.2002: Solvis Energiesysteme beteiligt Kommanditisten am Vertrieb von Solaranlagen

(VU) Die Solvis Energiesysteme GmbH & Co KG mit
Sitz in Braunschweig produziert und vertreibt Anlagen
zur solaren Warmwasserbereitung, zur solaren Heizungsunterstützung
und zur Stromerzeugung. Das
Unternehmen baut schon seit den 80er Jahren Solaranlagen.
Die Kommanditgesellschaft wurde 1994 mit
dem Ziel geschaffen, die Eigenkapitalbasis für wichtige
Entwicklungen und den Ausbau des Geschäfts zu
stärken.

Solvis Brennwertkessel, Solarspeicher und Sonnenkollektoren
sind mehrfach mit Preisen oder
Gütesiegeln ausgezeichnet worden, beispielsweise
mit dem Umweltengel und einer Öko-Test-Empfehlung.
Für einen erheblichen Teil des Jahresumsatzes
von 16,6 Millionen Euro sorgt derzeit ein integrierter
Solar-Heizkessel auf Öl- oder Gasbasis (SolvisMax),
der die Unterstützung der Heizung und die Erwärmung
von Brauchwasser durch Solarenergie möglich
macht. Solvis vertreibt auch eigene Solarstromanlagen
für die Installation auf Einfamilienhäusern oder
großen öffentlichen Gebäuden.

Das Unternehmen sei ein mitarbeitergeführter
Betrieb, heißt es im Beteiligungsprospekt. Das Solvis-
Modell ermögliche den rund 100 Mitarbeitern, an der
Zukunft des Unternehmens sowie an den Entscheidungen
zu Arbeitsformen und Arbeitsabläufen mitzuwirken.
Die soziale Komponente wird in einem Lohnzuschlag
für Betriebangehörige mit Kindern deutlich.
Nach fünf Jahren bei Solvis seien darüber hinaus alle
Mitarbeiter an der betrieblichen Altersvorsorge beteiligt,
berichtet das Braunschweiger Unternehmen.
Selbstverwaltung und flache Hierarchien seien prägende
Merkmale von Solvis, bestätigen die Bonner
Umwelt-Consulter Murphy & Spitz. Gegenwärtig erhöht die Solvis Energiesysteme GmbH & Co KG ihr
Kapital von bisher 3,59 Millionen auf 4 Millionen Euro.
Damit will sie den Ausbau des Vertriebs, der
Produktionskapazitäten und die Erweiterung des
Produktprogramms zur solargestützten Heiztechnik
finanzieren. Interessenten können sich mit einem
Betrag von mindestens 2.500 Euro bei einem Aufgeld
von 190 Prozent als Kommanditisten beteiligen.
Zusätzlich wird eine Bearbeitungsgebühr von 10
Prozent des Einlagebetrags fällig. Die Höhe des
Aufgeldes, so das Braunschweiger Unternehmen, sei
auf der Basis des aktuellen Firmenwertes von 13,3
Millionen Euro mit einem Abschlag von 20 Prozent
sowie abzüglich des Gesellschaftskapitals von 3,6
Millionen Euro errechnet worden.

Direkt-Kommanditist ab 5000 Euro

Das Unternehmen weist seit 1998 steigende Gewinne
aus. Im Jahr 2000 betrug die Eigenkapitalrendite laut
Beteiligungsprospekt elf Prozent. Ausgeschüttet wurden
400.000 DM, was acht Prozent des Gesellschaftskapitals
entsprach. "Für 2001 können wir bislang
nur sagen, dass wir unser Umsatzziel von 31
Millionen Mark um mehr als eine Million Mark überschritten
haben", sagt Gabriele Herde, die Pressereferentin
des Unternehmens. Ein Ergebnis vor
Steuern von 390.000 Euro und ein Ertragsanteil von 139 Euro je Tausend Euro Einlage würden erwartet.
Bei einem Beitritt zur Gesellschaft mit einer Einlage
von mindestens 2.500 und weniger als 5.000 Euro
werden die Kommanditisten ohne persönliche
Handelregister-Anmeldung geführt. Statt dessen wird
ein Treuhänder in das Handelsregister eingetragen.
Ab 5.000 Euro ist ein eigener Direkt-Kommanditisten-
Status möglich. "Von der Struktur her sind unsere
Kommanditisten sehr durchmischt: Es gibt Personen,
die 5.000 Mark eingezahlt haben ebenso wie solche,
die 100.000 investiert haben", berichtet Herde. Die
gegenwärtige Kapitalerhöhung hoffe man bis Ende
des Jahres abzuschließen.

Nullemissionsfabrik und "Pellet-Kessel

Als wichtigstes aktuelles Projekt nannte die Referentin
die Nullemissionsfabrik: Die Sparten Forschung,
Entwicklung, Produktion und Vertrieb sollen künftig
unter einem Dach zusammengefasst sein. Der prognostizierte
Energieverbrauch liege 80 Prozent unter
dem einer konventionellen Industrieanlage, erläutert
Sprecherin Herde. Vorgesehen seien darüber hinaus
Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen, um den
Restbedarf mit regenerativen Energien abzudecken,
ebenso ein mit Rapsöl betriebenes Blockheizkraftwerk.
Der Produktionsbeginn sei für Mai 2002 geplant.
Ein weites wichtiges Projekt sei die solare Einbindung eines "Pellet-Kessel", der mit kleinen Holz-Kügelchen
befeuert werde, die aus Spänen gepresst wurden.
Damit könne man im Sinne des Regenerativen
Energiegesetzes CO2-neutrale Festbrennstoffe als
ergänzende Heizung in Kombination mit Sonnenkollektoren
und Solarspeicher nutzen. Kommanditvertrag
und Beitrittserklärungen können direkt beim Unternehmen
in Braunschweig oder im Internet unter
www.solvis.de angefragt werden.
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