04.02.03 Finanzdienstleister

4.2.2003: Westdeutscher Oikocredit-Förderkreis investiert über 20 Millionen Euro in Entwicklung

Zur Jahreswende hat der westdeutsche Förderkreis von Oikocredit die Marke von 100.000 Fonds-Anteilen erreicht. Das berichtet die ökumenische Entwicklungsgenossenschaft in einer Pressemitteilung. Der Westdeutsche Oikocredit-Förderkreis habe damit mehr als 20 Millionen Euro in die internationale Genossenschaft investiert. Oikocredit vergibt das Kapital ihrer Anleger als zinsgünstige, langfristige Darlehen an Genossenschaften in den armen Ländern.

Der Westdeutsche Förderkreis hat im vergangenen Jahr 125 neue Mitglieder hinzugewonnen und 1,8 Millionen Euro Neuinvestitionen zu verzeichnen. Bei Oikocredit International seien die Neuanlagen 2002 mit 15,7 Millionen Euro dagegen deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr (20 Millionen Euro), bericht die ökumenische Organisation. Die Summe der bewilligten Darlehen sei dafür auf 34,8 Millionen Euro (28,1 Millionen Euro in 2001) gestiegen. Ende 2002 seien etwa 85 Prozent des gesamten Anteilskapitals von 173 Millionen Euro für Darlehen an Projektpartner vergeben gewesen.

Die Entwicklungsgenossenschaft hofft laut Sprecherin Ulrike Chini auf steigende Mitgliederzahlen. "Für neue Projektdarlehen und um das Kapital unserer Mitglieder krisenfest abzusichern, brauchen wir jetzt zusätzliche Investitionen", meint die Geschäftsführerin des Westdeutschen Förderkreises. Sie berichtet von etlichen Neueintritten seit Jahresbeginn. Darunter befinde sich auch der Kölner Erzbischof Meisner. Nach dem Beitritt des Bistums Köln vor einem Jahr sei die persönliche Mitgliedschaft des Kardinals ein weiteres Signal für die verstärkte Beteiligung der katholischen Kirche bei Oikocredit, so Chini.
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