Nachhaltige Aktien, Meldungen

4.2.2008: Wochenrückblick: Suzlon Energy Ltd. verdoppelt Nettogewinn im 3. Quartal – Neuer Produzent von Solarwafern geht in Taiwan an die Börse – SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG verzeichnet Auftragsbestand von 44 Millionen Eu

Aufatmen an den Aktienmärkten: Nach den drastischen Verlusten zu Jahresbeginn verzeichneten die Indices DAX, Dow Jones und Nikkei in der vergangenen Woche deutliche Zuwächse. Der deutsche Aktienindex DAX legte um 2,23 Prozent auf 6.851,75 Punkte zu; auf Jahressicht steht er damit 1,71 Prozent im Plus. Der US-amerikanische Leitindex Dow-Jones verbesserte sich um 1,41 Prozent auf 12.650,36 Punkte. Vor einem Jahr notierte er 0,64 Prozent höher. Ein Wochenplus von 3,82 Prozent wies der japanische Nikkei-Index zum Wochenschluss aus, er kletterte auf 13.592,47 Punkte. Damit liegt der Nikkei fast 22 Prozent unter dem Stand von Anfang 2007.
Öl hat sich erneut verteuert, nach 90,44 US-Dollar in der Vorwoche kostete ein Barrel zuletzt 92,36 Dollar (plus 2,12 Prozent; Sorte "Brent Crude Oil"). Auch der Kupferpreis zog an, von 7.119,50 Dollar je Tonne auf 7.344,75 Dollar (Copper Grade A; plus 3,16 Prozent). Der Euro legte um 1,16 Cent auf den Dollar zu, er kostete zuletzt 1,4798 Dollar.

Im dritten Quartal seines Geschäftsjahres hat der indische Windanlagenhersteller Suzlon Energy Ltd. sein Ergebnis beinahe verdoppelt. Wie das Unternehmen meldete, stieg der Nettogewinn von umgerechnet 30 auf 57,7 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte demnach zum 31. Dezember von 188 auf 280 Millionen Euro. Der Auftragsbestand lag laut Suzlon zum 25. Januar bei 2,9 Milliarden Euro. Die Suzlon-Aktie wird gegenwärtig nur an den indischen Börsen BSE (Bombay Stock Exchange) und NSE (National Stock Exchange of India) gehandelt.

Das US-amerikanische Technologieunternehmen American Superconductor Corporation (AMSC) hat Aufträge für elektrische Systeme für Windturbinen im Gesamtwert von drei Millionen Dollar erhalten. Laut der Gesellschaft aus Westborough in Massachusetts wurden die Systeme von der kanadischen AAER und dem chinesischen CSR Zhuzhou Electric Locomotive Research Institute bestellt.

Den Zukauf eines weiteren Produktionsunternehmens meldete der börsennotierte Ausrüster für die Photovoltaikbranche, Manz Automation AG. Das Unternehmen hat demnach für 4,3 Millionen Euro 90 Prozent der Böhm Electronic Systems Slowakei s.r.o. aus Nove Mesto nad Vahom in der Slowakei akquiriert. Durch die Akquisition werde man die eigenen Fertigungs- und Lagerkapazitäten verdoppeln, hieß es. Komplette Anlagen könnten künftig am kostengünstigen Standort Slowakei gefertigt werden.

Die Meyer Burger Technology AG aus Baar in der Schweiz soll für den spanischen Solarsystemhersteller Pevafersa als Generalunternehmer eine vollintegrierte und automatisierte Waferproduktionslinie errichten. Wie Meyer Burger berichtete, beläuft sich das Auftragsvolumen auf mehr als 29 Millionen Euro mit Option auf weitere 90 Millionen Euro.

Durch den Verkauf ihrer Blu-ray-Sparte an die börsennotierte deutsche Singulus Technologies AG will die Schweizer OC Oerlikon Management AG sich weiter auf ihr Solarenergiegeschäft fokussieren. Über den Kaufpreis für das Geschäftsfeld haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Mit einem leichten Gewinn von 0,8 Millionen Dollar hat das US-amerikanische Solarunternehmen Evergreen Solar sein viertes Quartal 2007 abgeschlossen. Wie das Unternehmen aus Marlboro in Massachusetts mitteilte, erzielte es in dem Quartal Umsätze in Höhe von 22,2 Millionen Dollar, wovon 5,3 Millionen aus Lizenzeinnahmen seines Joint Ventures EverQ stammen. Damit übertraf Evergreen Solar die eigenen Prognosen (16 - 16,5 Millionen Dollar Umsatz; 3,5 – 4,0 Millionen Dollar Nettoverlust). Das Gesamtjahr 2007 schloss mit einem Verlust von 16,6 Millionen Dollar, nach minus 26,7 Millionen Dollar im Jahr zuvor. Für das erste Quartal 2008 erwartet Evergreen Solar 21,5 - 22 Millionen Dollar Umsatz. Anfang 2009 soll die Profitabilität erreicht werden.
Evergreen Solar gab ferner bekannt, dass man ab 2009 von Dow Chemicals Polysilizium beziehen werde. Mengen wurden nicht genannt.

Die zur taiwaianischen Tatung Gruppe gehörende Produzentin von Solarwafern, Green Energy Technology, ist in Taiwan an die Börse gegangen. Laut Medienberichten kommt das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von 428 Millionen Dollar. Hauptanteilseigner sei mit über 68 Prozent weiter die Tatung-Tochtergesellschaft San-Kih Semicon. Green Energy will seine Jahresproduktion in 2008 von 120 auf 200 Megawatt (MW) steigern und den Gewinn je Aktie von rund 7,5 auf 12 Taiwan-Dollar (0,37 Dollar).

Die chinesische Trina Solar Limited will 2008 Solarmodule mit einer Gesamtkapazität von über 200 Megawatt produzieren. Laut dem Unternehmen wurde fast die gesamte Produktion bereits verkauft. Die Produktionsmenge sei zu 80 Prozent mit Rohstoffen gesichert.

Alfred T. Ritter, Aufsichtsratschef der Freiburger Solar-Fabrik AG, hat im Wochenverlauf insgesamt 40.000 Aktie des Unternehmens erworben. Unternehmensangaben zufolge, deckte Ritter sich über die elektronische Handelsplattform Xetra ein. Der Schokoladenfabrikant investierte demnach nach fast 500.000 Euro für die Anteilscheine.

Der im chinesischen Baoding ansässige Solarmodulhersteller Yingli Green Energy Holding Co. soll Solarmodule mit einer Leistung von knapp 12 MW für ein Projekt im spanischen Caceres liefern. Auftraggeber sei die Iberdrola-Tochter Ibernico (Iberdrola Ingeniería y Construcción S.A.U.). Die Lieferung soll bis März 2008 abgeschlossen werden. Finanzielle Details der Bestellung wurden nicht mitgeteilt.

Die US-amerikanische WorldWater & Solar Technologies Corp. schließt sich mit der Entech aus Texas zusammen. Wie das Solarunternehmen aus Pennington im US-Bundesstaat New Jersey meldete, beschäftigt sich Entech mit Solartechnologie für eine Vielzahl von Anwendungen. Die Partner wollten nun gemeinsam weltweit besonders günstige Solarsysteme anbieten. Die kalifornische Investmentgesellschaft Quercus Trust (Quercus), ein wichtiger Anteilseigner von WorldWater, habe den Zusammenschluss ermöglicht.

Der Ausrüster für die Solarindustrie, Roth & Rau AG, will Teile einer Spezialistin für Automatisierungstechnik und Sonderanlagenbau übernehmen. Laut dem Unternehmen aus Hohenstein-Ernstthal handelt es sich dabei um die Sasit Industrietechnik GmbH mit Sitz in Zwickau. Ziel sei es, die eigenen Fertigungskapazitäten im Dünnschichtbereich auszubauen. Über den noch zu verhandelnden Kaufpreis hinaus wolle Roth & Rau keine weiteren Verpflichtungen übernehmen.

Die Phoenix Solar AG mit Sitz in Sulzemoos bei München hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2008 bekannt gegeben. Demnach erwartet der Vorstand des Photovoltaik-Systemhauses einen Konzernumsatz von deutlich über 300 Millionen Euro und ein EBIT im Konzern von rund 18 Millionen Euro. Die Modulverfügbarkeit werde bei rund 100 Megawatt Spitzenleistung liegen, bei mehr als der Hälfte dieser Solarmodule soll es sich um Dünnschichtmodule handeln.
Phoenix Solar meldete ferner Verträge über den Bau von drei Solarkraftwerken mit einer Spitzenleistung von über 9 MW. Die Aufträge haben den Angaben zufolge ein Volumen von über 40 Millionen Euro, sie sollen noch in der ersten Jahreshälfte fertig gestellt werden.

Den Einstieg in den Biogasmarkt hat jetzt die in Dortmund ansässige Umweltdienstleisterin Envio AG gemeldet. Die Gesellschaft übernimmt demnach für eine nicht genannte Summe „die wesentlichen Aktivitäten“ der Bebra Biogas GmbH aus dem benachbarten Kamen. Die neu gegründete 100-prozentige Tochter Envio Biogas GmbH soll die gesamten Biogas-Aktivitäten der AG bündeln.

Nach zwei Jahren hat der US-amerikanischen Betreiber von Geothermie- und Gaskraftwerken Calpine den Bankrott-Status hinter sich gelassen. Das Unternehmen aus dem kalifornischen San Jose ist laut einem Gerichtsbeschluss knapp 19 Milliarden Dollar wert. Wie Calpine bekannt, gab hat das zuständige Gericht nun das OK für den Neubeginn gegeben. Ab dem 5. Februar würden Calpine-Aktien wieder offiziell an der New Yorker Börse gehandelt.

Der US-amerikanische Biokaffeeröster Green Mountain Coffee Roasters hat den Umsatz im 1. Quartal seines Geschäftsjahres um 52 Prozent auf 126,4 Millionen Dollar gesteigert. Der Gewinn stieg um 20 Prozent auf 2,9 Millionen Dollar oder 0,12 Dollar je Aktie. Das Unternehmen aus Waterbury im US-Bundesstaat Vermont prognostiziert für das 2. Quartal einen Gewinn von 0,19 Dollar bis 0,23 Dollar je Aktie und einen Umsatzanstieg von 40 bis 45 Prozent. Für das Gesamtjahr hob es die Gewinnprognose um zwei Cent je Aktie auf 0,72 - 0,77 Dollar je Aktie an; der Umsatz soll um 40 bis 45 Prozent klettern.

Tetra Tech Inc. aus dem kalifornischen Pasadena erwirtschaftete im 1. Quartal einen Gewinn von 12,9 Millionen Dollar oder 0,22 Dollar pro Aktie (Vorjahreszeitraum: 9,4 Millionen oder 0,16 Dollar pro Aktie). Der Umsatz stieg demnach im Berichtszeitraum von 369,2 auf 470,4 Millionen Dollar. Der Auftragsbestand lag Ende Dezember bei 1,3 Milliarden Dollar, rund 25,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG hat 2007 mit einem Auftragsbestand von 44 Millionen Euro abgeschlossen. Laut dem Unternehmen aus Klagenfurt konnte damit der Vorjahreswert von 26 Millionen Euro deutlich übertroffen werden. Der weitere Ausblick sei ebenfalls gut: Ab Mitte des Jahres seien in Rumänien weitere Infrastrukturprojekte zu erwarten. Die Restrukturierungsmaßnahmen in Österreich würden weiter konsequent umgesetzt, der Turnaround sei gelungen.

Der Net Asset Value (NAV; Nettoinventarwert) der börsennotierten Beteiligungsgesellschaft New Value AG blieb im dritten Quartal ihres Geschäftsjahres 2007/08 stabil. Ende Dezember 2007 habe er bei 29,76 Schweizer Franken gelegen (CHF), so das Unternehmen, der Aktienkurs notierte bei 22,00 CHF. Die zum Jahresende vorhandenen Barmittel in Höhe von rund 18 Millionen CHF will New Value den Angaben zufolge in den kommenden Monaten in zwei bis drei weitere Unternehmen investieren. Im Blickpunkt stünden dabei Schweizer Wachstumsgesellschaften aus den Sektoren IT und Technologie.

Das nachhaltige Forstunternehmen Teak Holz International AG (THI) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 ein EBIT von 20,916 Millionen Euro und ein ausgeglichenes Finanzergebnis erwirtschaftet. Der Bilanzgewinn nach Steuern betrage 14,321 Millionen Euro, so THI. Es handele sich um den ersten konsolidierten Jahresabschluss seit dem Börsengang im März 2007.

Der Dämmstoffhersteller Steico AG hat im Geschäftsjahr 2007 nach vorläufigen Berechnungen die Umsatzerlöse um 12,9 Prozent auf 97,2 Millionen Euro gesteigert (Vorjahr: 86,1 Millionen Euro). Die Gesellschaft aus Feldkirchen bei München erwirtschaftete den Angaben zufolge ein EBIT von 6,5 Millionen Euro (Vorjahr: 9,0 Millionen Euro).


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.

Bilder: Produktion bei Evergreen Solar; Plasmaquelle bei Roth & Rau; Bauteil aus der Produktion bei der Centrotec Sustainable AG. / Quelle jeweils: Unternehmen

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
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