04.03.03

4.3.2003: Sieg für Aktionärsschützer: EnBW zahlt höheren Preis für Salamander

Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) hat einen Sieg für die freien Aktionäre des Schuhherstellers Salamander AG (WKN 730500) errungen. Wie die SdK in ihrem jüngsten Newsletter berichtet, kam es auf Vorschlag und Anraten des Landgerichts Stuttgart Anfang Januar 2002 zu einem Prozessvergleich mit dem Hauptaktionär Energie Baden-Württemberg AG (EnBW; WKN 846097) im Streit um den Squeeze-out der Kleinaktionäre bei Salamander. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung habe EnBW die zwangsweise Entfernung der Minderheitsaktionäre durchgesetzt, so die SdK, diesen sei eine Abfindungszahlung von 22,71 Euro je Aktie "verordnet" worden. Nach der nun getroffenen Vereinbarung fließen fast 15 Prozent mehr in die Taschen der Kleinaktionäre, die neue Barabfindung wurde um 3,29 Euro auf 26 Euro je Aktie erhöht.

Der Energiekonzern EnBW habe es sehr eilig mit der Klagebeilegung gehabt, schreibt Reinhild Keitel von der SdK, die Vorbereitungen für eine Zerlegung von Salamander seien inzwischen weit vorangeschritten. Die im SDAX notierte Garant AG werde die Schuhsparte übernehmen, dazu zählten die Marken Salamander und Lurchi, mehrere Fabriken in Ungarn und 230 Schuhfachgeschäfte in 8 europäischen Ländern.
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