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4.4.2007: Suche nach den Sahnestücken: Im Windmarkt halten Investoren verstärkt Ausschau nach Übernahmemöglichkeiten

Die Mega-Übernahme des texanischen Windparkbetreibers Horizon Wind Energy LLC durch die portugiesische Energias de Portugal SA (EDP) treibt offenbar die Preise auf dem Sektor. Wie aus US-Medienberichten hervorgeht, überarbeiten Analysten derzeit im großen Stil ihre Bewertungen vorhandener Windparks. Mit einem Preis von 2,15 Milliarden Dollar zahlte EDP an die Horizon-Vorbesitzerin Goldman Sachs Group Inc. einen Rekordpreis. Horizon besitze mindestens 1556 Megawatt an installierter Windkraftleistung und könne damit rechnerisch ganz Dallas mit Strom versorgen, heißt es.

Je nach Einbeziehung noch nicht realisierter, aber vorbereiteter Horizon-Kapazitäten habe EDP zwischen 1936 und 2220 Dollar pro Kilowatt Leistung gezahlt. In Anbetracht des gezahlten Preises hob beispielsweise die HSBC die Bewertung der Windfarmen der FPL Group Inc. auf 1936 Dollar pro Kilowatt an. Ihr Kursziel stieg von 58 auf 64 Dollar. Die verantwortliche Analystin rechnet damit, dass das Preisniveau für Übernahmen noch steigen könne, da genügend Investoren an dem Sektor interessiert seien. Auf rund 15 bis 20 Unternehmen - darunter etwa die auch auf dem deutschen Markt aktive australische Babcock & Brown, beziffert die Credit Suisse den Berichten zufolge die Zahl der Unternehmen, die nach Übernahmekandidaten Ausschau halten. Manches Windkraftunternehmen werde sich unter diesen Voraussetzungen eher dafür entscheiden, sich aufkaufen zu lassen, als selbst zu expandieren.

Im vergangenen Jahr seien 50 Windkraftübernahmen für einen Wert von 4,7 Milliarden Dollar zu verzeichnen gewesen, heißt es weiter. Damit habe der Investitionswert 32 Prozent über dem Vorjahresgeschäft gelegen. Im ersten Quartal 2007 sei schon ein Windkraft-Übernahme-Volumen von 4,8 Milliarden Dollar erreicht worden. Hier seien 14 Transaktionen zu verzeichnen gewesen.

Bildhinweis: Windparks wecken das Interesse von Investoren. / Quelle: WPD
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