04.05.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

4.5.2004: Drägerwerk AG konservativ: Über 90 Prozent des Gewinns 2003 soll im Unternehmen bleiben - Aktienrückkaufprogramm

Die Drägerwerk AG, Lübeck, soll über 90 Prozent des Gewinns aus dem Geschäftsjahr 2003 auf neue Rechnung vortragen. Das wollen Vorstand und Aufsichtsrat des Medizintechnikkonzerns den Aktionären auf der Hauptversammlung am 11. Juni in der Lübecker Musik- und Kongresshalle vorschlagen. Demnach soll der Bilanzgewinn von 61,39 Millionen Euro wie folgt verwendet werden: Auf die 6,35 Millionen Vorzugsaktien sollen 0,40 Euro Ausschüttung je Aktie entfallen (Summe: 2,54 Millionen Euro). Die ebenfalls 6,35 Millionen Stammaktien sollen 0,34 Euro Dividende erhalten (Summe: 2,16 Millionen Euro). Den verbleibenden Löwenanteil des Überschusses in Höhe von 56,7 Millionen Euro will die Drägerwerk AG den Angaben zufolge auf neue Rechnung vortragen. Die Ausschüttungen an die Aktionäre sollen am 14. Juni 2004 erfolgen.

Vorstand und Aufsichtsrat wollen die Anteilseigner ferner um ihre Zustimmung zu einem neuen Aktienrückkaufprogramm ersuchen. Dieses soll die Unternehmensleitung dazu ermächtigen, bis zum 10.12.2005 eigene Vorzugsaktien im Volumen von bis zu 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals in Höhe von 32,51 Millionen Euro zu erwerben. Die Ermächtigung dürfe von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden.
Der Ermächtigungsbeschluss sehe vor, dass die Aktien veräußert oder vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates eingezogen werden könnten, so Dräger. Weiterhin schaffe die Ermächtigung die Möglichkeit, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen. Dies diene dem Interesse der Drägerwerk AG, da die Gesellschaft dadurch in geeigneten Einzelfällen Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen gegen Überlassung von Aktien der Drägerwerk AG erwerben könne. Die Gesellschaft könne damit in Zukunft flexibel auf sich bietende Möglichkeiten zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland reagieren.
Darüber hinaus ermögliche der Bezugsrechtsausschluss durch den gezielten Verkauf von Aktien an institutionelle Anleger und neue Aktionärsgruppen im In- und Ausland gegen bar eine Optimierung der Aktienstreuung.

Drägerwerk AG: ISIN DE0005550636 / WKN 555063

Bildnachweis: Haupteingang des Dräger-Werksgeländes in Lübeck / Quelle: Unternehmen
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