04.05.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

4.5.2004: Fassadenspezialist Sto AG bestätigt vorläufige Zahlen - Umsatz und Gewinn rückläufig, optimistischer Ausblick

Die Sto AG, Stühlingen, musste im Geschäftsjahr 2003 einen Rückgang des Gewinns hinnehmen. Der Hersteller von Hersteller von Fassadendämmsystemen bestätigte seine bereits im März veröffentlichten vorläufigen Zahlen. Demnach fiel das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 22,1 Millionen Euro auf 17,5 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss im Konzern sank den Angaben zufolge von 8,8 Millionen Euro auf 6,6 Millionen Euro. In der Sto AG habe sich der Nettogewinn auf 6,0 Millionen Euro reduziert, nach 7,9 Millionen Euro im Vorjahr. Wie bereits gemeldet, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 8. Juni 2004 aufgrund der niedrigeren Ertragsbasis vor, die Dividende je Vorzugsaktie von 0,79 Euro auf 0,42 Euro und je Stammaktie von 0,73 Euro auf 0,36 Euro herabzusetzen.

Ursache der verschlechterten Ertragslage im Jahr 2003 seien neben niedrigeren Inlandsumsätzen ungünstige Währungseffekten sowie Integrationskosten für Sicof, so Sto. Es sei nicht gelungen, dies durch Kosteneinsparungen sowie höhere Gewinnbeiträge aus ausländischen Tochtergesellschaften vollständig zu kompensieren. Ohne den Einfluss der Wechselkurse und der Integrationsaufwendungen hätte sich laut der Meldung ein Gewinn auf Vorjahreshöhe ergeben.

Der Konzernumsatz des nach eigenen Angaben weltweit führenden Herstellers von Fassadendämmsystemen stagnierte 2003 mit 654,7 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Während der Inlandsumsatz aufgrund der anhaltend schwachen Nachfrage in Deutschland nochmals um 4,3 Prozent auf 348,7 Millionen Euro (Vj. 364,3) nachgab, konnte laut dem Bericht das ausländische Geschäftsvolumen trotz starker Wechselkursveränderungen um 5,4 Prozent auf 306,0 Millionen Euro (Vj. 290,4) gesteigert werden. Die währungsbedingten Umsatzeinbußen summierten sich in der Berichtsperiode auf rund 19 Millionen Euro. Dem stand die erstmalige Konsolidierung der französischen Gesellschaft Sicof S.A.S., La Copechagnière, gegenüber, die 2003 ein Geschäftsvolumen von etwa 15 Millionen Euro erzielte. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz nahm von 44,4 Prozent auf 46,7 Prozent zu.

Für das Geschäftsjahr 2004 erwartet das Stühlinger Unternehmen einen steigenden Konzernumsatz. Einem weiter verhaltenen Inlandsgeschäft stehe dabei voraussichtlich anhaltendes Wachstum im Ausland gegenüber. Beim Ergebnis sei aus heutiger Sicht mit einer deutlichen Verbesserung zu rechnen. Die Gründe hierfür seien vor allem die positiven Auswirkungen aus strategischen Umstrukturierungsmaßnahmen in Deutschland, ein weiter zunehmender Gewinnbeitrag der Auslandsgesellschaften sowie zusätzliche Kostensenkungsmaßnahmen.

Die Sto AG sei mit einem Konzernumsatz von rund 655 Millionen Euro einer der bedeutendsten und innovativsten Hersteller von Bautenanstrichmitteln, so die Meldung. Weltweit führend sei das Unternehmen im Segment Fassadendämmsysteme. Zum Kernsortiment gehörten außerdem hochwertige Fassadenelemente sowie Putze und Farben, die sowohl für den Außenbereich als auch für das Innere von Gebäuden angeboten würden. Weiterer Tätigkeitsschwerpunkt sei der Bereich Betoninstandsetzung. Insgesamt beschäftige Sto konzernweit ca. 3800 Mitarbeiter.

Sto AG: WKN 727413 / ISIN DE0007274136

Bildnachweis: Gebäude der Sto AG in Stühlingen / Quelle: Unternehmen
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