04.05.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

4.5.2006: EU-Kommission leitet Verfahren gegen Spanien ein - E.on-Angebot für Endesa betroffen

Die spanische Regierung soll nähere Auskünfte über das Kapitalverkehrs-Gesetz vom 24. Februar 2006 erteilen. Das fordert eigenen Angaben zufolge die Brüsseler EU-Kommission von dem Land. Durch das Gesetz hat das spanische Parlament der nationalen Strom- und Gasregulierungsbehörde (CNE) ein weitgehendes Mitbestimmungsrecht bei umfangreichen Anteilskäufen an "relevanten Unternehmen oder Anlagen" zugesprochen. Die Behörde hat dadurch zum Beispiel weitreichende Genehmigungsrechte für den Kauf des Energiekonzerns Endesa erhalten; für den Energieversorger, der über umfangreiche Kapazitäten im Bereich der Erneuerbaren Energie verfügt, hat die Düsseldorfer E.on AG ein Angebot vorgelegt. Nach Ansicht der EU-Kommission verstößt das neue Gesetz gegen den freien Kapitalverkehr und die Niederlassungsfreiheit in der Europäischen Union. Die spanische Regierung hat zwei Monate Zeit, zu dem Gesetz und den Hintergründen Stellung zu nehmen.

E.on AG: ISIN DE0007614406 / WKN 761440
Empresa Nacional de Electricidad SA (Endesa): ISIN ES0130670112 / WKN 871028
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