04.06.04 Erneuerbare Energie

4.6.2004: Bundesverband der Deutschen Industrie - BDI befürwortet Neue-Energieprojekte in Entwicklungsländern

Der Bundesverband der Deutschen Industrie - BDI hat sich in einer Stellungnahme für Neue-Energieprojekte in Entwicklungsländern ausgesprochen. Wie der Interessensverband mitteilt, steht die deutsche Industrie der angestoßenen Entwicklung, den Anteil der erneuerbaren Energien im Energiemix entsprechend den jeweiligen natürlichen Gegebenheiten in den Regionen zu erhöhen, positiv gegenüber. Sie werde den technologischen Fortschritt vorantreiben und die sich hieraus ergebenden Export- und Zusammenarbeitschancen nutzen. Explizit befürworten die Industrievertreter in ihrer Erklärung auch dezentrale Strukturen und Insellösungen auf der Basis von Wind, Wasser, Sonne, Geothermie und Biomasse.

Es dürfe aber nicht übersehen werden, gibt der BDI zu bedenken, dass regenerative Energien relativ teuer seien. Für eine nachhaltige Entwicklung müsse die Energieversorgung bezahlbar bleiben. Die Erneuerbaren Energien müssten mit marktwirtschaftlichen Mitteln und im Wettbewerb vorangebracht werden, fordern die Industrievertreter. Es dürfe nicht zu Dauersubventionen kommen, diese würden weder für Anlagenbetreiber noch für Industrieunternehmen, die die Anlagen zur Nutzung der erneuerbaren Energien entwickeln, herstellen und vertreiben, eine Zukunftsperspektive im Sinne der Nachhaltigkeit bieten.

Der BDI betont, dass aus seiner Sicht erneuerbare Energien die klassischen Energieträger nur ergänzten und kommt zum Schluss der Erklärung auf eines seiner Lieblingsthemen: den Einsatz "unserer höchst sicheren Kernkraftwerke". Diese könnten jährlich rund 150 Millionen Tonnen C02 vermeiden, heißt es. Es gelte das technisch wissenschaftliche Know-how zu erhalten, um im Rahmen von internationalen Partnerschaften z. B. zur sicherheitstechnischen Verbesserung von bestehenden Kernkraftwerken oder der Entsorgung mitreden zu können.
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