04.07.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

4.7.2006: Solartechnik-Hersteller optimistisch - Über Dünnschichtsolarzellen erzeugter Strom soll 2010 konkurrenzfähig sein

Schon ab 2010 wird Strom aus Dünnschichtsolarzellen mit dem Strom aus herkömmlichen Quellen preislich konkurrieren können. Diese Prognose hat der Solartechnik-Hersteller First Solar Inc. in seinem Antrag auf Börsenzulassung bei der amerikanischen Behörde SEC aufgestellt. Durch den Einsatz neuer Technologien und Produktionssteigerungen will das Unternehmen mit Sitz in Phoenix, Arizona den Preis für Dünnschichtmodule in den nächsten Jahren drastisch senken. Damit könne Solarstrom für den privaten Bereich auch ohne Subventionen konkurrenzfähig gegenüber dem Preis herkömmlicher Stromquellen in den USA, Europa und Asien werden, so First Solar.

Die Dünnschichttechnik des Unternehmens basiert auf dem Rohmaterial Kadmiumtellurid. Einen Engpass vergleichbar der Situation bei Silizium befürchtet die Gesellschaft nicht, es handele sich um sehr geringe Mengen. First Solar beziffert ihre Herstellungskosten pro Watt mit 1,59 US-Dollar. Das sei deutlich weniger als bei traditionellen kristallinen Siliziummodulen. In weniger als drei Stunden verwandelt First Solar den Angaben zufolge eine billige 60 cm x 120 cm große Glasscheibe in ein Solarmodul. Dabei werde nur rund ein Prozent des für ein herkömmliches Siliziummodul erforderlichen Halbleitermaterials benötigt.

Die First Solar AG will ihre Produktionskapazitäten deutlich ausbauen. Von aktuellen 25 Megawatt (MW) soll die Leistung in ihrer Fabrik in Ohio bis Ende 2007 auf 175 MW steigen. In Frankfurt an der Oder baut First Solar eine Fabrik, die Ende 2007 ebenfalls 175 MW Leistung bringen soll (ECOreporter.de berichtete). Außerdem werde in Asien eine neue Fabrik geplant, heißt es weiter.
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