04.07.07

4.7.2007: Erneuerbare Energien: Sind die Alternativen Energien die Gewinner des Energiegipfels?

Die Erneuerbare Energien sind der Gewinner des gestrigen und vorerst letzten Energiegipfels im Kanzleramt. So lautet zumindest laut einer Presseitteilung die Einschätzung des Fachverbandes Biogas e.V. „Die erneuerbaren Energien gehen gestärkt aus dem Energiegipfel“, wird darin Ulrich Schmack zitiert, Vorstand der Schmack Biogas AG und einer von drei Vertretern der regenerativen Energiebranche. Vor allem das Potenzial von Biogas als Erdgas-Ersatz und die damit einhergehende Reduzierung der Abhängigkeit von Energieimporten sei auf reges Interesse bei den Teilnehmern gestoßen, so Schmack. Die von vielen erwartete Diskussion um den Atomausstieg sei hingegen kaum geführt worden. Man habe „konstruktiv über konkrete Klimaziele auf EU-Ebene diskutiert“.

Neben Ulrich Schmack war Frank Asbeck für die Solarworld AG und Aloys Wobben vom Windanlagen-Hersteller Enercon als Vertreter der regenerativen Energiebranche vor Ort. Gemeinsam stellten Sie ihr Projekt „Kombikraftwerke Erneuerbare Energien“ vor, das in diesen Tagen in Betrieb ging. Es verknüpft Biogasanlagen, Windkraftwerke und Photovoltaikanlagen so miteinander, dass permanent Strom erzeugt werden kann. Bis zum Jahr 2020 kündigten die drei Repräsentanten der Branche ein Investitionspaket von 200 Milliarden Euro sowie 500.000 Beschäftigte an. Grundlage für diese Prognose seien allerdings klare Rahmenbedingungen. Diese würden den Fortbestand des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ebenso beinhalten wie das angekündigte Wärmegesetz und höhere Mindestanteile bei Biokraftstoffen.

Nach der Sommerpause sollen die Ergebnisse des Energiegipfels in konkreten Schritten umgesetzt werden. Ein „Klimaschutz-Beschleunigungs-Gesetz“ soll Vorgaben zum CO2-Ausstoß, zur weiteren Gestaltung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und an die Autoindustrie formulieren.
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