05.10.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

5.10.2005: WWF-Studie: Deutsche Energiekonzerne betreiben 8 der 20 klimasch?dlichsten Kraftwerke Europas

Deutsche Kraftwerke geh?ren zu den klimasch?dlichsten in Europa. Zu diesem Ergebnis gelangt eine vom World Wide Fund For Nature (WWF) vorgelegte Studie mit dem Titel "Dirty Thirty". Demnach stehen neun der 30 schmutzigsten und ineffizientesten Kraftwerke Europas in Deutschland. Vor allem die RWE AG stellt der Umweltschutzverband an den Pranger: Unter den Top Ten seiner Liste der gr??ten Verschmutzer geh?ren gleich vier dem Essener Energiekonzern: Die Kraftwerke Frimmersdorf (Rang 2), Weisweiler (6), Neurath (7) und Niederau?em (10). Mit dem Standort J?nschwalde (Rang 5) ist auch Vattenfall Europe in den Top 10 enthalten. Weitere Standorte des Konzerns nehmen die Pl?tze 11, 16 und 19 ein. Die E.ON AG ist mit dem Kraftwerk Scholven auf Rang 23 ebenfalls in der Liste enthalten.

Laut der WWF-Untersuchung sto?en Kohlekraftwerke bei der Erzeugung von einer Kilowattstunde Strom besonders viel Kohlendioxid (CO2) aus: "Eine Kilowattstunde Strom aus einem Braunkohlekraftwerk belastet das Klima mit ?ber einem Kilo CO2. Bei der gleichen Strommenge aus einem Gaskraftwerk sind es nur 365 Gramm", erl?utert Regine G?nther, Klimaexpertin des WWF. Der Verband fordert von der EU, neben strengen CO2-Grenzwerten deutliche Anreize schaffen, in erneuerbare Energien zu investieren. Ein Umstieg auf effiziente Gaskraftwerke w?rde nach einem WWF-Szenario die CO2-Emissionen bis 2030 um 47,8 Prozent senken; der Einsatz erneuerbarer Energien br?chte eine Einsparung von ?ber 73 Prozent. "Die Energiebranche verursacht 37 Prozent des weltweiten CO2-Aussto?es. Deshalb tr?gt sie auch eine besondere Verantwortung für das Klima", so Regine G?nther.

Bildhinweis: Braunkohlekraftwerk der RWE AG / Quelle: Unternehmen
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