05.11.02

5.11.2002: Pumpspeicherwerk Goldisthal startet Mitte November - BUND gab Widerstand nach 7-Millionen-Spende auf

Mitte November werde nach mehr als 30 Jahren Planung und Bauzeit Deutschlands größtes Wasserkraftwerk erstmals probeweise ans Netz geschaltet, berichtet die Nachrichtenagentur ddp. Ende nächsten Jahres soll das Pumpspeicherwerk Goldisthal dauerhaft in Betrieb gehen. Das Kraftwerk könne insgesamt 1060 Megawatt erzeugen. Überschüssiger Strom anderer Kraftwerke treibe die Turbinen nachts an, um Wasser aus einem rund 300 Meter tiefer gelegenen Stausee in ein künstliches Becken zu befördern. Tagsüber - wenn mehr Strom benötigt wird - fließe das Wasser wieder zurück nach unten. Die kinetische Energie werde in Strom rückverwandelt. Goldisthal werde das letzte derartige Kraftwerk sein, das in Deutschland gebaut werde, weil die Baukosten mit mehr als 600 Millionen Euro enorm hoch seien, vermutet ddp. Die Eingriffe in die Natur seien nicht zu übersehen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) habe seinen Widerstand 1997 erst gegen eine Spende des Betreibers von sieben Millionen Mark für eine Umweltstiftung aufgegeben.
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