05.01.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

5.1.2006: Einzelheiten zu Albas Übernahme-Angebot für Interseroh: Keine Erhöhung des gebotenen Preises

Der Berliner Entsorger Alba plane nach der angekündigten Übernahme der Mehrheit der Kölner Entsorgungsfirma Interseroh nur eine lockere Integration; Interseroh solle an der Börse bleiben, berichtet Alba-Finanzchef Frank Trenkle im Gespräch mit der Financial Times Deutschland (FTD).

Albas Ziel sei es, mehr als 75 Prozent des Kapitals zu halten, sagte Trenkle laut der FTD. Alba bietet 26,20 Euro je Interseroh-Aktie und muss dafür bis zu 191,4 Millionen Euro aufbringen. Eine Erhöhung des Alba-Angebots an die Interseroh-Aktionäre auf 34 Euro je Aktie werde es nicht geben, heißt es in dem Bericht.

Gelingt der Coup, ist laut der FTD ein bedeutender Schritt zur Konzentration in der Branche vollzogen. Mit rund 1,7 Mrd. Euro Umsatz rangiert die neue Gruppe auf dem zweiten Rang hinter Marktführer Remondis.

Der Firmenname Interseroh soll erhalten bleiben. Alba ist im Nordosten Deutschlands mit 5.000 Mitarbeitern im Bereich Sammlung, Transport und Aufbereitung von Müll tätig, während Interseroh mit 1.250 Beschäftigten drei Viertel des Geschäfts von gut 1 Mrd. Euro im internationalen Stahl- und Metallrecycling erzielt, den Rest mit Service. So baut Interseroh ein weiteres Duales System für Verpackungsmüll auf.

Alba ist mit 25,75 Prozent am Interseroh-Kapital beteiligt (Rest: Streubesitz).

Das Familienunternehmen Alba ist im Besitz der Familie Schweitzer und veröffentlicht keine Bilanzdaten.

Bild: Weissblechrecycling bei Interseroh / Quelle: Unternehmen
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