05.12.02

5.12.2002: Meldung: Wasserkraft Volk AG: Bürokratie bremst Wasserkraft

Bürokratie bremst Wasserkraft aus

MdB Peter Dreßen (SPD) bei der Wasserkraft Volk AG

Gutach - Die rot-grüne Regierungskoalition beabsichtigt, die regenerativen Energien weiter auszubauen. Der Nutzung von Wasserkraft kommt dabei auf Grund ihres hohen Wirkungsgrades eine herausragende Bedeutung zu, doch die Bürokratie setzt Grenzen. Der Bundestagsabgeordnete Peter Dreßen (SPD) informierte sich bei der Wasserkraft Volk AG in Gutach über die Möglichkeiten und Probleme beim Ausbau von Wasserkraft.

"Es könnte wesentlich mehr umweltfreundlicher Strom durch Wasserkraft erzeugt werden, wenn die bürokratischen Hürden deutlich abgebaut würden", so fasste der Vorstand der Wasserkraft Volk AG, Manfred Volk, die aktuelle Situation zusammen. Zur Zeit werden weltweit nur knapp 18 Prozent der technisch erschließbaren Wasserkraftpotenziale genutzt. Insbesondere kleine und mittlere Wasserkraftwerke könnten aber gerade in den Entwicklungsländern umweltschädliche Verfahren bei der Energieerzeugung ablösen und gleichzeitig den Lebensstandard der Bevölkerung nachhaltig verbessern.

Bei den Genehmigungsverfahren für derartige Projekte seien jedoch, so Volk, zum Teil erhebliche bürokratische und finanzielle Probleme zu lösen. Insbesondere bei den Vorhaben der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) werde die Auftragsvergabe so kompliziert und kostenintensiv durchgeführt, dass kleinere Projekte viel zu teuer und letztlich gestrichen würden, obwohl der Bedarf vorhanden wäre. WKV-Vorstand Volk: "Es besteht kein vernünftiges Verhältnis mehr zwischen den Planungskosten und dem Lieferumfang selbst".

Ein weiteres großes Problem liege laut dem WKV-Vorstand in der Finanzierung von Aufträgen. Viele Auftraggeber würden einen Großteil der Auftragssumme bereits vor dem Produktionsbeginn bezahlen, im Gegenzug aber Bankbürgschaften als Sicherheit verlangen. Auf Grund der Eigenkapitalrichtlinien "Basel II" seien aber, so Volk, die Vergaberichtlinien der Banken so restriktiv geworden, dass selbst bei einer hohen Eigenkapitalquote entsprechende Anträge abgelehnt würden. "Wenn sich dies nicht ändert, besteht die Gefahr, dass Aufträge auf Grund der mangelnden Unterstützung von Banken abgelehnt werden müssen", mahnte der WKV-Chef.

WKV-Vorstand Volk appellierte an Dreßen, dass der Ausbau von Wasserkraft nicht am übermäßigen Bürokratismus und der fehlenden Unterstützung durch Kreditinstitute scheitern dürfe. Gerade die rot-grüne Regierung stünde in der besonderen Verpflichtung, Wasserkraft auch in den Entwicklungsländern zu fördern. Dreßen sicherte zu, die Probleme in den entsprechenden Gremien vorzutragen. Gleichzeitig versicherte er, dass die Regierungskoalition kontinuierlich am Ausbau regenerativer Energien festhalten werde und den Anteil in Deutschland auf acht bis neun Prozent steigern werde.

Kontakt:
Wasserkraft Volk AG
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