05.12.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

5.12.2006: Energiekonzern E.ON setzt auf deutsche Offshore-Windkraft

Der Energiekonzern E.ON plant den Bau eines großen Offshore-Windparks in der Nordsee. Das kündigte das Unternehmen auf der fünften Maritimen Konferenz des Bundesumweltministeriums in Hamburg an.

Der Park soll rund 40 Kilometer nord-westlich der ostfriesischen Insel Juist entstehen. Dazu hat E.ON jetzt das Projekt "Offshore-Windpark Delta Nordsee" von der Enova Gruppe übernommen. Das vorgesehene Seegebiet ist bereits vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) als besonders geeignet ausgewiesen worden, teilte E.ON mit.

In der ersten Phase sollen 80 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils mehr als 3,5 MW errichtet werden. Für 48 Anlagen sei bereits die Bau- und Betriebsgenehmigung erteilt worden, weitere 32 Anlagen seien beantragt.

Darüber hinaus will E.ON auch mehrere Offshore-Wind-Projekte in Großbritannien, Skandinavien und Deutschland realisieren. Vor den deutschen Küsten will E.ON nach eigenen Angaben bis 2011 Anlagen mit insgesamt 500 MW Leistung installieren und damit die führende Rolle in der Windenergienutzung übernehmen.

Die REpower Systems AG hält es unterdessen für realistisch, dass bis Ende 2011 rund 1500 Megawatt an Offshore-Windparks in Deutschland errichtet sind. Die Entscheidung der Bundesregierung, die Netzanschlusskosten dem Netzbetreiber und nicht dem Investor anzulasten, mache Offshore-Windparks rund 30 Prozent wirtschaftlicher. Das Unternehmen will bis Ende 2011 insgesamt 200 bis 250 Offshore-Anlagen mit einer Leistung von je fünf Megawatt installiert haben. Die Entscheidung über den Produktionsstandort falle in Kürze.
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