05.02.08 Nachhaltige Aktien , Meldungen

5.2.2008: Aktien-News: Münchener Unternehmen will erster regenerativer Stromproduzent Deutschlands an der Börse werden

Den Börsengang noch im laufenden Jahr hat sich das Münchener Energieunternehmen EnerVest AG zum Ziel gesetzt. Wie die 2001 gegründete Gesellschaft mitteilt, will sie der erste deutsche Stromerzeuger auf konsequent regenerativer Basis an der Börse werden. Wie EnerVest AG weiter berichtet, soll die eigene Stromerzeugung in 2008 auf 100 Megawatt (MW) vervierfacht werden. Dabei wolle man schwerpunktmäßig auf der Basis von Windenergie, Solarenergie und Biomasse arbeiten. Bis 2010 streben die Münchener demnach eine eigene Stromerzeugung von bis zu 500 MW an. Aktuelle Projekte der EnerVest sind laut der Meldung die Übernahme eines Windparks in Polen mit einer Leistungsoption von 100 MW sowie der Erwerb eines Solarparks in Sachsen-Anhalt mit einer Gesamtleistung von 3,3 MW, der im Sommer 2008 in Betrieb gehe.

Michael Scholz, Vorstand der EnerVest, sagt über sein Unternehmen: „Wir planen, entwickeln und finanzieren unsere Projekte selbst – von der Standortsuche über die Errichtung bis zum Betrieb der Anlagen.“ Scholz erwartet einen Schub für die Branche, wenn Energieerzeuger spätestens ab 2013 für Verschmutzungsrechte aus CO2-Zertifikaten bezahlen müssen. „Den großen Energiekonzernen entstehen daraus Kosten in Milliardenhöhe. Die werden sie auf die Strompreise umlegen. Erneuerbare Energien hingegen profitieren davon. Zum einen erleichtert der Verkauf der Emissionsrechte den Handelszugang für mittlere Unternehmen, die bei der Zuteilung bisher leer ausgegangen sind. Zum anderen beschleunigen wachsende Stromkosten die Marktfähigkeit der Erneuerbaren Energien und tragen damit zur Steigerung ihrer Wirtschaftlichkeit bei.“
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