05.04.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

5.4.2006: Hochfliegende Pläne der ErSol AG - Solarzellenhersteller pumpt weitere 36 Millionen in den Ausbau der Produktion, Prognose für 2006 angehoben

Der Erfurter Solarzellenhersteller ErSol AG will nach eigenen Angaben seine Produktionskapazitäten für Solarzellen ausbauen. In den Standort Arnstadt will das Unternehmen demnach bis Mitte diesen Jahres 16 Millionen Euro investieren, um die Wafer-Gesamtkapazität von 20 auf 45 MWp (Megawattpeak) anzuheben. Bis Ende 2007 sollen noch einmal 50 Millionen Euro aufgewendet werden, um die Kapazität auf rund 100 MWp zu erhöhen. Diese Investition würden voraussichtlich 100 neue Arbeitsplätze schaffen, meldet das Unternehmen weiter. Der Ausbau der Produktion sei möglich, nachdem die Verfügbarkeit von Silizium durch die Akquisition von SRS und durch vertragliche Vereinbarungen gesichert sei.

Darüber hinaus will ErSol die Solarzellenkapazität an den Standorten Erfurt und Arnstadt mit Investitionen von zusätzlichen 36 Millionen Euro steigern. Bisher waren lediglich Investitionen von 19 Millionen Euro geplant. Bis Ende 2007 soll dadurch die Fertigungskapazität auf 180 MWp steigen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das seit vergangenem Herbst börsennotierte Unternehmen angekündigt, künftig auch Dünnschichtsolarmodule herstellen zu wollen (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 30. März). Dafür will der Solarzellenherstelller bis 2008 rund 80 Millionen Euro investieren. Die Gesamtproduktionskapazität soll dann insgesamt 220 MWp betragen statt der ursprünglich geplanten 110 MWp.

"Mit diesem Wachstum verbessern wir unsere Marktposition in der Photovoltaik-Industrie deutlich und können uns nach bisherigen Branchenprognosen schneller als der Markt entwickeln", sagt Claus Beneking, Vorstandsvorsitzender der ErSol Gruppe. 2008 peilt das Unternehmen bei einer prognostizierten globalen Produktionsmenge von mehr als zwei GWp (Gigawattpeak) einen Marktanteil von mindestens fünf Prozent an.

Der Vorstand rechnet damit, das ErSol 2006 einen Umsatz von 120 bis 125 Millionen Euro erzielt. Er prognostiziert einen Gewinn vor Steuern und ein operatives Ergebnis zwischen 25 und 30 Millionen Euro. Wie Sonja Teurezbacher, IR-Sprecherin der Gesellschaft, gegenüber "pressetext" erklärte, erwägt der ErSol-Vorstand mittelfristig die Ausschüttung einer Dividende. Dies könne schon 2007 geschehen.

Die Aktie des Solarzellenherstellers setzte heute ihren Aufwärtstrend fort. Bis zum Mittag legte sie in Frankfurt knapp 5 Prozent auf 58,48 Euro zu. Nach ihrem Rekordhoch von 66,01 Euro im Januar war sie bis zum März auf unter 50 Euro gefallen. Der Ausgabepreis hatte beim Börsenstart Ende September bei 42 Euro je Aktie gelegen.

Ersol Solar Energy AG: ISIN DE0006627532 / WKN 662753

Bildhinweis: Vorstand und Produkt des Erfurter Solarzellenherstellers / Quelle: Unternehmen
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