05.07.06

5.7.2006: Energieeffizienz, Erneuerbare Energie, Sequestration - IEA beschreibt Weg zum Energiemix der Zukunft

In ihrer neuesten Untersuchung zum weltweiten Energieverbrauch hat die Internationale Energieagentur (IEA) ein enormes Potential der Einsparung von Treibhausgasen ermittelt. Wie ihr Geschäftsführer Claude Mandil bei der Präsentation der Studie mit dem Titel "Energy Technology Perspectives: Scenarios and Strategies to 2050" erläutete, ließe sich über klimaschonende und effizienter Energie verbrauchende Technologien der bis 2050 prognostizierte Anstieg der Nachfrage für die klimabelastenden Brennstoffe Öl und Erdgas halbieren. Allein durch Fortschritte bei der Energieeffizienz seien Einsparungen möglich, die den Umfang von 50 Prozent des heutigen Energiebedarfs erreichen. Keine Regierung könne beim Energiemix auf wirksame Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz verzichten, so Mandil.

Als eine weitere Schlüsseltechnologie zur Verringerung der Klimabelastung durch CO2-Emissionen bezeichnete der IEA-Chef die so genannte Sequestration, also das Deponieren von Treibhausgasen im Erdboden. Eine intensive Förderung dieser Technologie könne die Ausgaben für die Vermeidung von CO2-Emissionen deutlich verringern. Ferner sei auf Basis der Ergebnisse der aktuellen IEA-Studie der Ausbau der erneuerbaren Energien erforderlich. Deren Beitrag zur Energieversorgung ließe sich bis 2050 vervierfachen, erläuterte Mandil. Zugleich müsse die Politik auch auf die klimafreundliche Kernkraft setzen. Eine nachhaltige Energieversorgung in der Zukunft sei möglich, allerdings nur, wenn schnell und entschieden gehandelt werde, um einen breiten Energiemix zu erreichen, stellte Mandil fest. "Wir haben das Vermögen, nun brauchen wir den Willen", brachte er seine Darlegungen auf den Punkt.

Im Internet kann die IEA-Studie etwa unter IEA bestellt werden.

Bildhinweis: Der Ausbau der erneuerbaren energien muss laut der IEA weltweit weiter forciert werden / Quelle: frei
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