05.08.04 Erneuerbare Energie

5.8.2004: Wachstum rückläufig, sinkende Forschungsetats - IEA-Studie stellt Nachholbedarf beim Ausbau der erneuerbaren Energien fest

Das jährliche Wachstum der erneuerbaren Energien ist in den IEA-Mitgliedsstaaten (USA, Japan, Australien, Korea, die meisten EU-Staaten) in den letzten 30 Jahren kontinuierlich gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Internationalen Energie Agentur (IEA). Demnach stehen deutlich Zuwächsen der Solar- und der Windenergie Rückgänge bei Biomasse, Geothermie und Wasserkraft gegenüber. Zudem habe sich der starke Anstieg der Sonnen- und der Windkraftnutzung auf wenige Länder konzentriert. 86 Prozent der Windkraftnutzung entfielen auf Deutschland, Dänemark, Spanien und die USA. 85 Prozent der Solarenergienutzung erfolgten in Deutschland, Japan und den USA. Insgesamt habe sich das Wachstum der erneuerbaren Energien in den neunziger Jahren gegenüber den achtziger Jahren von 2,4 auf 1,2 Prozent halbiert.

Wie die Untersuchung mit dem Titel "Renewable Energy - Market & Policy Trends in IEA Countries" dokumentiert sind parallel zu dieser Entwicklung die Forschungsausgaben für erneuerbare Energien in den IEA-Ländern seit mehr als 20 Jahren stark rückläufig. Ihre Mitglieder hätten zwischen 1974 und 2002 rund 290 Milliarden US-Dollar für Energieforschung ausgegeben. Dabei entfielen auf die erneuerbaren Energien acht Prozent der Gelder, 13 Prozent auf fossile Energieträger, etwa 50 Prozent entfiel auf die Kernenergie. Im Bereich der erneuerbaren Energien sind die Investitionen den Angaben zufolge seit Anfang der achtziger Jahre um 40 Prozent gesunken.

Die IEA-Studie kann imInternet heruntergeladen werden unter:
www.iea.org


Bildhinweis: Die Erfolgsgeschichte der Windkraft überragt Rückschritte in anderen Bereichen / Quelle: Vestas
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x