05.01.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

6.1.2004: IBM erneut unter Korruptionsverdacht: Besticht koreanische Tochter Regierung, um an Millionen-Aufträge zu gelangen?

Um staatliche Aufträge im Wert von 44 Millionen Euro zu erlangen, soll IBM Korea die südkoreanische Regierung bestochen haben. Das berichtet der Österreichische Rundfunk (ORF), Wien. IBM Korea ist eine hundertprozentige Tochter des US-amerikanischen Computerkonzerns IBM Corporation. Wie der Sender mitteilt, sind insgesamt 48 Regierungsbeamte und Angestellte der IBM-Niederlassung angeklagt. Unter Verdacht stehe auch Jang Kyong-ho, Leiter für öffentliche Aufträge bei IBM Korea. Jang soll dem lokalen IBM Server-Distributor Winsol geholfen haben, einen Auftrag der Steuerbehörde über 43 Milliarden Won (28,5 Millionen Euro) zu erlangen, berichtet der ORF. Weiter habe Winsol mit IBMs Hilfe einen Vertrag mit dem Technologieministerium abgeschlossen. Dabei seien die Mitbewerber - LG Electronics und SK C&C - bestochen worden, ihre Angebote zurückzuziehen.

Wegen Korruptionsverdachts hatten Ermittlungsbehörden bereits im November 2003 die Büros von IBM Korea in Seoul untersucht (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 10. November). Über die genauen Anschuldigungen wollten die Behörden damals keine Auskunft geben.

Die IBM-Aktie ist in zahlreichen Nachhaltigkeitsfonds enthalten.

IBM Corp.: ISIN US4592001014 / WKN 851399

Bild: Skyline von Seoul / Quelle: LandLovers, Development & Consulting Corp.
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