06.12.01

6.12.2001: H Power: US-Luftwaffe testet Brennstoffzelle

Die Concurrent Technologies Corporation (CTC) hat die Brennstoffzelle des amerikanischen Herstellers H Power Corp. (WKN 940 696) im Auftrag der US-Luftwaffe getestet. Dabei, so der Hersteller, habe sich gezeigt, dass Brennstoffzellen mit Protonen-Austausch-Membran (PAM) in der Lage seien, den Energiebedarf einer Luftaufklärungs-Einheit zu decken. Vom Beheizen von Büros in einer Zeltstadt bis zur Versorgung von Bodengerät, das die Flugzeuge am Boden unterstützt.
Die Brennstoffzellen seien an vier Einsatzorten getestet worden: im Büro zum Heizen, im Luftverkehr für die Beleuchtung eines Flugleitsystems. Zwei Zellen hätten außerdem einen Flugsimulator versorgen müssen. Außerdem seien die Zellen in Flugplatzgerät eingebaut worden: So arbeiteten Zugmaschinen mit Strom aus den Zellen. Die Brennstoffzellen, so H Power, hätten den Schlepper bei moderater Aufladung auch ganz allein versorgt.
Im Rahmen des "Common Core Power Production Program" (C2P2) wollen die Auftraggeber des Tests, die Labors der Luftaufklärungs-Einheiten der US-Luftwaffe herausfinden, wie Brennstoffzellen militärisch genutzt werden können.
Bob Wertz, bei der Air Force Direktor für Bodenausrüstungs-Systeme in Luft- und Raumfahrt, will die Forschung fortsetzen. Zum C2P2 Projekt meinte er, es habe bestätigt, dass die Zellen als allgemeine, austauschbare Energiequellen für den Bedarf der Luftaufklärung und den Service rund um die Flugzeuge genutzt werden könnten. Für die Luftwaffe liege der Vorteil in einem geringeren Aufwand für Logistik und Trainings, sowie in der Reduktion des Mülls und der Emissionen. Außerdem benötige man mit den Zellen weniger Vorbereitungszeit und sei mobiler. Die Verwundbarkeit der Einheiten nehme ab, weil die Wahrscheinlichkeit, aufgrund von Wärme-Signaturen erkannt zu werden, sich verringere.
H Power Corp. baut seine Brennstoffzellen auf der Basis einer Protonen-Austausch-Membran. Die Zellen erzeugen Elektrizität aus der Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff. Der Wasserstoff wird dabei typischerweise aus konventionellen Energieträgern wie Erdgas oder Propan gewonnen, der Sauerstoff aus der Luft. Man stelle sowohl stationäre Zellen etwa für abgelegene Häuser her, als auch mobile Einheiten, heißt es in der Selbstdarstellung von H Power im Internet.
Beim Tester der Airforce, der CTC, so H Power weiter, handele es sich um eine unabhängige, nicht profitorientierte Gesellschaft. Sie sei 1988 gegründet worden und habe in den Vereinigten Staaten 20 Büros. Sie gebe Empfehlungen zur Lösung von organisatorischen und technischen Problemen und arbeite sowohl für Staat und Regierung als auch für den privaten Sektor.
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