06.02.02

6.2.2002: Umweltminister Trittin fordert Geldinstitute auf, vermehrt öffentliche Darlehen für Umweltinvestionen anzubieten

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Bedeutung von Umweltförderkrediten als Bausteine der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung betont. "Insbesondere bei der Nutzung der erneuerbaren Energien spielt die Bereitstellung günstiger Kredite eine herausragende Rolle", sagte Trittin. Die Banken und Sparkassen forderte der Bundesumweltminister auf, sich wieder verstärkt ihrer Verantwortung bewusst zu werden und vermehrt die zinsgünstigen öffentlichen Darlehen für Umweltinvestitionen anzubieten.
Großen Anteil an der Förderung von Umweltinvestitionen habe das sogenannte "ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm" aus dem Sondervermögen des Marshall-Plans. Die Deutsche Ausgleichsbank (DtA) biete Kredite zu besonders günstigen Konditionen an. Das ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm sei besonders für die Errichtung von Windkraftanlagen und Biomassekraftwerken von Bedeutung, sagte Trittin. Insgesamt habe die DtA entsprechende Kredite in Höhe von 2,8 Milliarden Euro für die Förderung von über 1.500 Projekten vergeben.
Allein für Windkraftanlagen wurden Mittel in Höhe von 1,8 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, fast 17 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Förderung von Biomassekraftwerken verzeichnete einen Anstieg um fast 65 Prozent auf 91 Millionen Euro. "Hier liegt noch weiteres Potenzial, der Biomasse-Boom ist erst im Anrollen", meinte Trittin.
Die Investitionsfinanzierungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Bereich Umwelt- und Klimaschutz hätten 2001 ein Volumen von 1,7 Milliarden Euro erreicht, berichtete der Umweltminister weiter. Für die umweltrelevanten "wohnwirtschaftlichen" Programme des Bundes seien 1,6 Milliarden Euro bereitgestellt worden und das KfW-Infrastrukturprogramm zur Verbesserung der Umweltbedingungen im Bereich der kommunalen Infrastruktur habe einen Umfang von 800 Millionen Euro gehabt.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x