06.02.03

6.2.2003: Großbritannien: Industrie verlangt Förderung von Photovoltaik

Führende Unternehmen Großbritanniens haben in einer gemeinsamen Stellungnahme von ihrer Regierung mehr Investitionen in die Photovoltaik verlangt. Man wolle mit dem schnellen Wachstum der Solarindustrie in Deutschland und Japan Schritt halten können, hieß es.

Die Unterzeichner-Gruppe setzt sich aus Unternehmen aus neun Branchen zusammen: Neben der Corporation of London, haben Unternehmen der Bereiche Architektur (Foster & Partners), Transport (BAA), Energie (Centrica), Versicherung (CIS), Banken (Co-operative Bank), Maschinenbau (Halcrow), Chemie (ICI), Einzelhandel (Kingfisher) und Bauunternehmen (Land Securities) den Aufruf an die Politik unterstützt.
Jeremy Leggett, Chef von Solar Century und ein Mitglied des Rats für Erneuerbare Energien bei der Regierung, versprach etwas blumig, die britischen Unternehmen würden sich mit Innovationen, Investments und Arbeitsplätzen auf hohem Niveau bedanken - wie es der "Solaren Revolution" zu eigen sei. "Großartige neue Industrien werden entstehen, das Angesicht Großbritanniens hin zum Besseren wenden und die Schrecken der globalen Erwärmung zu Boden ringen."
Die britische Regierung hat am gleichen Tag einen Bericht veröffentlicht, der die Grundlagen der Energiepolitik skizziert. Darin heißt es, es sei möglich die fossilien Energieträger durch Technologien zu ersetzen, bei deren wenig Kohlendioxid entsteht ("low-carbon technologies").

In dem Bericht, der für die Strategieabteilung des Premiers angefertigt wurde, heißt es unter anderem: "Es wäre technisch und ökonomisch machbar, einen Energiepfad mit wenig Kohlendioxid-Emissionen zu beschreiten." Auf lange Sicht sei ein Energiesystem möglich, das so gut wie gar kein Kohlendioxid ausstoße, wenn man entsprechende Technologien fördere. Der Bericht hebt in diesem Zusammenhang die Erneuerbare Energien und die Brennstoffzelle hervor.

Eine der Schlüsseltechnologien, folgert der Bericht, sei die Solarenergie. Sie allein könne den Weltbedarf an Energie decken, in dem man Land in einem Umfang verbrauche, der weniger als ein Prozent der derzeitigen landwirtschaftlich genutzten Fläche ausmache.
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