06.03.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

6.3.2006: Solarzellenhersteller positioniert sich im chinesischen Markt - Aktie stoppt Abwärtstrend

Im Januar hatte die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG in einem Rating die Aktie der ErSol Solar Energy AG als den "Top-Pick" in der Solarbranche eingestuft. Der Erfurter Solarzellenhersteller sei mit einem Auslandsanteil von rund 50 Prozent weniger stark vom förderungsgetriebenen deutschen Markt abhängig (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 18. Januar). Im Rahmen seiner Expansion im Ausland hat das Unternehmen nun einen weiteren Meilenstein erreicht und in der vergangenen Woche in China offiziell die Modulproduktion der Shanghai Electric Solar Energy Co., Ltd. (SESE) eröffnet. Der Testbetrieb war bereits Anfang Dezember 2005 gestartet worden. An dem vor rund einem Jahr gegründeten Joint Venture hält ErSol 35 Prozent der Anteile. Mehrheitseigner ist die Shanghai Environment Protecton Complete Engineering Co. Ltd., ein Tochterunternehmen der Shanghai Electric Group Co. Ltd., mit 55 Prozent.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden der ErSol Solar Energy AG, Claus Beneking, ist die Shanghai Environment Protecton Complete Engineering auf dem chinesischen Energie- und Investitionsgütermarkt "hervorragend positioniert" und ein starker Partner, "um unsere Wachstumspläne in China und im weiteren asiatischen Raum zu unterstützen". In der im Shanghaier Gewerbegebiet "Songjiang Export Processing Zone" liegenden Betriebsstätte, die für 2006 über eine Produktionskapazität von insgesamt 6 MWp verfügt, werden Siliziumsolarzellen in Hochleistungsmodulen verarbeitet. Die ErSol liefert dazu seit Anfang diesen Jahres einen Teil ihrer Solarzellenproduktion an die SESE. "Wir wollen mit unserer Beteiligung an diesem Unternehmen unsere internationale Expansion, insbesondere in Asien, bei der gleichzeitigen Sicherstellung eines hohen Anspruchs an die Produktqualität, vorantreiben", so Beneking. Derzeit arbeiten bei der SESE 30 Beschäftigte im Einschichtbetrieb. Im zweiten Quartal 2006 soll auf ein Zwei-Schichtsystem und bereits ein Viertel Jahr später auf einen Drei-Schichtbetrieb umgestellt werden.

Die Aktie des Erfurter Solarunternehmens konnte sich trotz dieser Meldung nur leicht auf 54,10 Euro (XETRA, Stand 11:00 Uhr) erholen. Sie hatte sich in der zweiten Januarhälfte sprunghaft etwa 20 Euro auf rund 65 Euro verteuert, seither aber die Hälfte dieses Wertgewinns wieder verloren. Sie bewegt sich damit wieder auf den Bereich zwischen 40 und 50 Euro zu, in dem sie seit dem Börsengang der Erfurter Anfang Oktober 2005 überwiegend gependelt hatte. Je nach Bewertungsinstrument hatten die Analysten der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank den fairen Wert des Anteilsscheins bei bis zu 70 Euro eingeschätzt. Die Aktien der ErSol waren vor fünf Monaten zum Stückpreis von 42 Euro platziert worden.

ErSol Solar Energy AG: ISIN DE0006627532
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