Nachhaltige Aktien, Meldungen

6.3.2007: E.on steigt wohl nicht bei Enel ein

Der deutsche Stromkonzern E.on wird voraussichtlich keine Aktien des spanischen Energieunternehmens Enel kaufen. Das geht aus mehreren Medienberichten hervor. Investmentbanker hatten E.on zu diesem Schritt geraten, nachdem Enel sich durch Kauf von Endesa-Aktien in den Übernahmekampf um den spanischen Energiekonzern gemischt hatte (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 5. März). E.on lehne einen solchen Schritt ab, um nicht auch noch die italienische Regierung gegen sich aufzubringen, heißt es in den Berichten.

Gleichzeitig unterstützt die spanische Opposition E.on und wirft der eigenen Regierung illegale Absprachen mit der italienischen Enel vor. Die konservative Volkspartei reichte nach einem Bericht des Tagesspiegel diesbezüglich Beschwerde bei der Madrider Börsenaufsicht ein.

Unterdessen schließt der spanische Baukonzern Acciona nach einer Reutersmeldung nicht aus, seinen 22-Prozent-Anteil an Endesa noch vor der Endesa-Hauptversammlung am 20. März aufzustocken. Eine konzertierte Aktion mit Enel zur Verhinderung der Endesa-Übernahme durch E.on dementierte der Konzern demnach jedoch.

Seit Monaten tobt der Übernahmekampf um den größten spanischen Stromversorger. Dem 41-Milliarden-Euro Angebot von E.on hatte sich vor allem die spanische Regierung entgegengestellt. Zuletzt sah es so aus, als könne E.on doch zum Zuge kommen (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 20. Februar). Als Bedingung für die Übernahme forderte E.on den Berichten zufolge von den Aktionären, auf die maximale Stimmrechtsbegrenzung von zehn Prozent zu verzichten.

Empresa Nacional de Electricidad SA (Endesa): ISIN ES0130670112 / WKN 871028

Bildhinweis: Der Sitz der Endesa in Madrid. / Quelle: Unternehmen
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